Öffentliche Wahrnehmung

Die Öffentlichkeit ist nicht in der Lage, alternative Ideen, die noch dazu zurückhaltend und sachlich vorgetragen werden, wahrzunehmen. Offensichtlich hat es sich deshalb eingebürgert, seine Meinung möglichst provokativ zu äußern, auch auf die Gefahr hin, anschließend auseinander genommen zu werden. Man nimmt die Provokation teilweise zurück, duckt sich etwas und wartet ab, bis etwas Gras darüber gewachsen ist. Jedenfalls ist man aber gehört worden. Das bestätigt sich nicht nur im Fall „Sarazin“, sondern war schon immer so.

Mein Bundesbruder Fritz O. beleidigte auf dem Konvent einen seiner Bundesbrüder. Darauf Riesenempörung und Forderung nach Entschuldigung und Bestrafung. O. nahm alles mit dem Ausdruck des größten Bedauerns zurück, bat um Entschuldigung und wurde begnadigt. Hinterher im kleinen verschwiegenen Kreis: „Aber gesagt habe ich es einmal!“

Im Mittelalter wurde man dafür noch verbrannt. Heute wird man etwas milder bestraft, z. B. mit Entzug einiger Kompetenzen. Bei Künstlern ist man großzügiger. Man hält sie für etwas verrückt, aber kauft die Werke der Exaltierten. Was hätten auch Stockhausen oder Lüpertz machen sollen? Weiter wie Mozart und Mahler, bzw. Rubens und C. D. Friedrich? Dann schon lieber Konzert für 3 Hubschrauber oder einen schiachen Mozart in Salzburg.

Wahrscheinlich hat auch Einstein am Ende seines Lebens erkannt, dass seine Relativitätstheorie eher eine verrückte Idee war, sonst hätte er nicht der Öffentlichkeit die Zunge herausgestreckt. Der Zweck heiligt die Mittel.

Nach meinem Eintritt ins Rentnerdasein fielen mir Jans Lehrbücher in die Hände, die er nach seinem Studium auf unserem Dachboden deponiert hatte. Aus Langeweile und dann mit wachsendem Interesse studierte ich die Bücher, besorgte mir aber auch Anschlußliteratur und musste feststellen, dass

• die Lehrbücher häufig schludrig gearbeitet,

• sehr oft auch falsch ausgeführt worden sind.

Weil ich bei der Erläuterung der Speziellen Relativitätstheorie erhebliche Verständnisschwierigkeiten bekam, suchte ich Rat bei Einstein persönlich[i]. Je mehr ich aber Einsicht in die Materie der Einsteinschen Gedankenwelt bekam, um so mehr zweifelte ich an Einsteins Logik und mathematischen Kenntnissen und begründete das auch mit entsprechenden Beispielen. Vor allen Dingen glaube ich, dass er das unverschämte Glück hatte, seine Beweise aus zwei bis dahin von keinem Astronomen (aus der Technik durchaus bekannten)  wahrgenommenen physikalischen Tatsachen schöpfen zu können:

       •          Man hatte noch nicht richtig erkannt, dass Licht auchTeilchencharakter

                   (Quanten) hat und   

       •    Man  hat bis heute nicht wirklich akzeptiert, dass freie Massen in der Rotation auch dem Kreiselgesetz unterworfen sind.

Beides führte zum wissenschaftlichen Durchbruch seiner Thesen: 1. Ablenkung des (sehr nahe) an enormen Massen „vorbeischrammenden“ Lichts und 2. Perihelbewegung des Planeten Merkur.

Nun stürzte sich die Masse der Gläubigen und bis auf heute auch viele Physiker und Astronomen auf alle die phantastischen Phänomene der R.T.[ii], die die Phantasie von Herden Literaten, Cineasten, ja von Physikern und selbstverständlich von Publikum entzündeten und begeisterten.

Es war mir schon klar, dass diese kompakte Front nicht leicht von einer anderen Lesart zu überzeugen ist, aber es ist mir noch heute rätselhaft, nach vielen Jahren einer ersten Publikation[iii] in dieser Richtung, diese Front erfolgreich überhaupt überreden zu können, einmal in eine dieser Veröffentlichungen (also Einstein und Dinglinger) zu schauen und sich mit der Materie einigermaßen ernsthaft zu beschäftigen (was einem logisch denkendem Menschen ja nicht allzu schwer fallen müsste). Die Reaktionen reichen von „die Lichtgeschwindigkeit ist konstant!!“ (Basta? vom Mathematikprofessor), „wir fahren nicht umsonst Präzisionsuhren im Vergleich um die Welt!“ (so etwa ein Physikalisches Institut), „Es können doch nicht alle Unrecht haben!“ (meine Frau) bis „Ignoranz, also = keine Reaktion“ (Medien, Schmalspurprofessoren, etc.).

Wenn ich aber sage, dass auf Grund meiner Aussagen manches Projekt beruhigt in die Schublage gelegt werden könnte, vor allem, wenn es ein irres Geld kostet, das für andere Projekte viel besser eingesetzt werden könnte, dann wird mir klar, dass ich in ein Wespennest stoße. Außerdem ist es ja auch viel schöner, weiter von Zeitreisen, Zwillingsunfug und BigBang zu träumen

[iii]             Meine Websites<dinglinger-drg.de> und <kritiphys.com> mit den     entsprechenden angefügten Aufsätzen.

[ii]             R.T. = Relativitätstheorie (vor allem die Spezielle R.T.)


[i]                   Albert Einstein, Grundzüge der Relativitätstheorie, 6. Auflage 1990, zugl. 8.,erweiterte Aufl. der „Vier Vorlesungen über Relativitätstheorie“, Verl. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden

            Albert Einstein, Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, 23. Auflage 1988, Nachdruck 1997, Verl. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden





aktualisiert am: 26.8.2014  copyright: G. Dinglinger. 41564 Kaarst; Mail: gdinglinger@gmx.de