Zusammenfassung:
Am Beispiel des Kapitels 16 im Lehrbuch "Gerthsen Physik" Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 20. Aufl., 1999 wird ein kritischer Versuch an den Grundvoraussetzungen der o. g. Theorie unternommen. Dabei werden den Zitaten die Bedenken des Autors direkt gegenüber gestellt.
Zur Einleitung
Zitat (S. 887):
„…der Dualismus zwischen zwei verschiedenen
Beschreibungsweisen der Wirklichkeit (Teilchen- und Wellenbild) kann nicht
länger als grundsätzliche Schwierigkeit betrachtet werden, da es … in der
mathematischen Formulierung keine Widersprüche geben kann.“
Werner
Heisenberg
Die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie (1963) …
… den
optischen, der am Analogon der Welle-Teilchen-Dualität des Lichtes die gleiche
Dualität für die Materie entwickelt, …
Zitat Ende.
Ich möchte ihm gern glauben, aber ich stelle immer wieder
fest, dass zumindest am Anfang der Betrachtungen etwas durcheinander geht:
• Das Atom stellt man
sich als Kern mit ihn umlaufenden Elektronen vor, oder
• die Elektronen bilden
pulsierende Schalen um den Kern.
• Das Atom emittiert im
nicht erregten Zustand keine Photonen,
• Photonen, bzw. Licht
oder Strahlung werden erst emittiert wenn dem Atom Enegie zugeführt wird.
• Diesen Vorgang stellt
man sich so vor, dass Elektronen von einer Schale, bzw. Hülle in eine höhere
Elektronenschale gehoben werden und dann (quasi
bei Übersättigung) spontan quantisierte Energie emittieren und dabei
wieder in ihre ursprüngliche Position zurückspringen.
Erstens
soll hier festgehalten werden, dass es bei der Quantenmechanik anfänglich nur
um Phänomene geht, die dual gedeutet
werden können, nämlich als Welle und als Teilchen. Zweitens handelt es sich um Phänomene, die natürlich
existieren (Licht, α-, β- γ-Strahlen) und nicht von Menschen (Generatoren, Radio- und Fernsehsender, Schwingungen
von Maschinenteilen, Strömungen in Kanälen, etc.) verursacht wurden.
Der
Umlauf, bzw. das Pulsieren der Elektronen verläuft möglicherweise in einer
bestimmten Frequenz, was aber bei einem nicht angeregten Atom kaum zu
beobachten sein wird. Erst im angeregten Zustand ist Strahlung-, Licht-, bzw.
Energieemission zu messen, wobei je nach Anregungszustand eine geringere bis
höhere Frequenz zu beobachten ist.
Es
besteht eigentlich kein Anlaß, das Pulsieren am, oder Rotieren des Elektron um
den Atomkern direkt auf die Eigenschaft eines Photons zu übertragen. Vielmehr
könnte mehr oder weniger Energiezufuhr zum Atom die Quantensprungfrequenz
beeinflussen, wobei die Energieemission stets in Richtung geringerer Entropie
erfolgt.
Immerhin
sprechen Heisenberg und Schrödinger von 3 Streckendimensionen (x, y und
z) und einer Zeit (t), wobei die letztere keineswegs die „Weltzeit“
bedeutet. Dennoch bewegen sich die betrachteten Teilchen (Licht) von der Emissionsstelle gradlinig radial
weg. Da ohnehin nur das Teilchen betrachtet wird, das auf den Betrachter oder
die Empfängerstelle (Meßstelle, Sensor) direkt hinzu kommt. würde es auch genügen, nur eine Streckendimension (x) mathematisch zu behandeln.
Weiter
müßte meiner Meinung nach ein Atom oder ein Teilchen anders gesehen werden als
Licht. Während Licht eine schnelle Abfolge von Energiepaketen ist, sind
Elementarteilchen meistens nur Einzelerscheinungen, die allerdings als Welle
insofern betrachtet werden können, als sie einen Spin besitzen. D. h. sie
selbst rotieren oder auch ihr Umfeld (Elektronen)
rotiert um den Kern. Man sollte
aber zusätzlich bedenken, dass „Welle“ durch Trägheit des Mess- oder
Beobachtungssystems vorgetäuscht werden kann, oder ein angeregtes Atom Licht
oder andere Signale aussendet und somit „Dualität“ zeigt.
Es
mag außerdem sein, dass die axiomatische Bearbeitung des Problems für
exzellente Mathematiker schneller ist, aber ob es die Realität trifft, ist
zweifelhaft.
16.1.1 Vektoren und Funktionen
Zitat (S. 887):
Eine der fruchtbarsten Erkenntnisse von David Hilbert
war, dass Funktionen sich formal genau so verhalten wie Vektoren. Man kann dies
logisch verbindlich nachweisen, indem man zeigt, dass beide – Funktionen und
Vektoren – den gleichen Axiomen genügen, aus denen sich dann alle Eigenschaften
des Vektorraumes ergeben. Die Funktionen bilden also auch einen
Raum, den Hilbert-Raum.
Zitat
Ende.
Eine Kurve, eine Fläche oder ein Raum läßt sich ohne
Komplikationen durch Vektoren oder auch durch Funktionen darstellen. Insofern
verstehe ich nicht ganz die Feststellung, dass Funktionen auch einen Raum bilden.
Zitat (S. 888):
Man kann dann die Länge oder Norm eines Vektors bzw. einer Funktion als die Wurzel aus dem
Skalarprodukt mit sich selbst definieren. Wenn die Funktion komplex ist, muß
man sie, wie im Komplexen üblich, mit ihrem Konjugiert-Komplexen f*
multiplizieren.
Zitat Ende.
Mathematische Volten in der Physik zu schlagen, ist mehr
als bedenklich. Ich nehme an, dass man diese Praxis eingeführt hat, um komplexe
Funktionen (z. B. eix wie auf S. 890)
zu rechtfertigen, weil sonst nichts anderes eingefallen ist.
16.1.3 Eigenfunktionen und Eigenwerte
Zitat (S. 889):
Ein Operator hat auf eine Funktion, ebenso wie eine
Matrix auf einen Vektor, im allgemeinen zwei Wirkungen: Er streckt sie (ändert
ihre Länge) und er dreht sie (ändert ihre Richtung). Für die Drehung gibt es
bei unendlich vielen Dimensionen allerdings sehr viele Möglichkeiten. Besonders
wichtig sind Fälle, wo diese Drehung ausbleibt, d. h. wo die Funktion Af parallel zur Funktion f ist.
Zitat Ende.
Hier stelle ich schon einmal die Frage, weshalb eine
Drehung der Funktion oder des Vektors überhaupt erwähnt wird? Die Messung von
Teilchen oder Wellen wird stets auf dem direkten Weg Ereignis(Signal)-Empfänger(Meßvorrichtung)
geschehen. Parallelität ist deshalb problematisch, weil nie garantiert werden
kann, dass absolut identische Ereignisse
gleichzeitig gemessen werden
können.
Zitat (S. 890):
Hierbei können Funktionen und Operator komplex sein. …
… Da sich
aber alle „vernünftigen“ Funktionen nach Fourier
in eine Summe oder ein Integral über Funktionen der Art ψ = eikx entwickeln lassen, brauchen wir nur diese zu
betrachten (der Operator ist ja linear). Das konjugiert Komplexe von eikx ist einfach e-ikx.
Zitat Ende.
Erstens sind Fourier-Reihen
stets trigonometrische (periodische)
Reihen, bei denen es hauptsächlich um Überlagerung von Sinuswellen geht.
Zweitens handelt es sich um Gleichungen für gedämpfte Schwingungen. Ich halte
es für sehr bedenklich, diese Art von Gleichungen für die Beschreibung von
Licht zu verwenden. Auch für sich schnell fortbewegende Elementarteilchen
dürften diese Gleichungen unpassend sein.
16.2 Grundzüge der Quantenmechanik
Zitat (S. 891):
Leider sind die Axiome der Quantenmechanik nicht so evident wie Newtons Axiome der Mechanik und stehen
der Erfahrung noch etwas ferner als die Maxwell-Axiome
der Elektrodynamik. Man muß sie zunächst einfach lernen und ihren Sinn in der
Anwendung begreifen.
Zitat Ende.
Dieser Absatz ist eigentlich ein Armutszeugnis: “Wir
Professoren können eigentlich nichts dafür; aber ihr Studenten müßt es einfach mal lernen.” Das führt letztenendes
dazu, dass Keiner mehr den Ursprung der Überlegungen überprüft, sondern einfach
drauflos rechnet.
16.2.1 Die Axiome[i]
Zitat:
Diese Axiome drücken vor allem den neuen, experimentell
gesicherten Tatbestand aus, dass nicht alle physikalischen Größen unter allen
Umständen einen scharfen Wert haben. Selbst wenn ein physikalisches System
vollständig bestimmt ist, liefert eine Messung an ihm nicht immer den gleichen
Wert. Das System sei z. B. ein 226Ra-Kern. Die Messung besteht
einfach darin, dass wir nach 1 s kontrollieren, ob dieser Kern noch da ist oder
sich umgewandelt hat. Beides kann vorkommen. Trotzdem ist das System durch die
Aussage, dass es sich um einen 226Ra-Kern handelt, völlig bestimmt.
Man kann dem Kern auf keine Weise ansehen, ob er gleich zerfallen wird oder
erst sehr viel später.
Zitat Ende.
Na, das ist doch mal eine Aussage! Ähnlich kann man die
Situation beim Furz darstellen. Man weiß, es handelt sich jedenfalls um
Meteorismus, aber man kann nicht genau sagen, ob die Flatulenz sofort, später
oder wie mächtig erfolgt. Oft sind Leben und Physik Zufällen gleichermaßen
unterworfen. Wer weiß schon, ob und wann die Sonne, die es offensichtlich auf
jeden Fall gibt, verglüht, explodiert oder in sich zusammenstürzt?
[„Axiom:
Grundlegende Aussage einer mathematischen Theorie, welche man zusammen mit
anderen Axiomen unbewiesen an die Spitze der Theorie stellt.“[ii]]
Wenn ich einen Wert nicht mehr messen kann, liegt das in
erster Linie an der Qualität meiner Messmethode, bzw. meinen Messinstrumenten.
Sicherlich können bei Messreihen verschieden hohe Werte in unterschiedlicher
Menge auftreten, deren errechneter Mittelwert als bevorzugte Größe angenommen
werden kann. Die Treffsicherheit dieses Wertes kann ich jedoch durch
verbesserte Messinstrumente und größere Messmengen verbessern.
Die Aussage zum Ra-Kern ist ziemlich abstrus: So lang der
Kern vorhanden ist, wird man ihn wohl messen (entdecken)
können, ist er jedoch zerfallen, kann er nicht mehr entdeckt werden, aber
vielleicht dessen Zerfallsprodukte. So einfach ist das!
Wenn ein Ereignis vorhersehbar wäre, könnte man auf
„Wahrsager“ verzichten. Selbst geplante Ereignisse gehen manchmal schief.
Übrigens wird hier schon nicht mehr von Licht gesprochen,
sondern von Teilchen, denen man aber auch Wellencharakter zumisst.
Vielleicht hilft hier die Betrachtung von kochendem
Wasser in einem Topf. Unstrittig soll sein, daß die Wärme von einer heißen
Herdplatte auf den Boden des Topfes durch Wärmeleitung und auch Wärmestrahlung
und von dort an das Wasser übetragen wird. Messbar ist die Wärmemenge pro
Zeiteinheit, bzw. insgesamt. An der Grenzschicht Topfboden/Wasser bilden sich
Dampfblasen. Es ist allerdings nicht möglich vorauszusagen, wo sich eine
Dampfblase bildet, wie groß sie ist und wann sie sich vom Topfboden löst. Im
Allgemeinen interessieren diese Details auch keinen Physiker. Wichtig ist, daß
bei großer Wärmezufuhr mehr Dampf gebildet wird als bei geringerer.
Zitat:
Entweder sind die Größen, die für eine solche Voraussage
nötig wären (Orte und Impulse der Nukleonen im Kern usw.) nicht angemessen zur
Beschreibung des wirklichen Wesens des Systems, sondern nur Atavismen aus der
klassischen Physik; oder sie sind angemessene Beschreibungen, aber ihre
jeweiligen präzisen Werte sind entweder prinzipiell nicht erkennbar oder gar
nicht vorhanden. Welche Deutung man wählt oder ob man sogar die Quantenmechanik
nur als ein vorläufiges Begriffssystem ansieht, das einmal einer Renaissance
des Determinismus weichen wird, ist mehr oder weniger Ansichtssache.
Zitat Ende.
Hat man nun mit der Quantenphysik die Möglichkeit
geschaffen, exakt vorherzusagen, wann ein 226Ra-Kern zerfällt?
Natürlich nicht! Auch die Entstehung einer Supernova ist kaum vorhersagbar[iii].
Aber offensichtlich will man mit der Quantenmechanik die Verhältnisse im
Atom (s.
o. Orte und Impulse der Nukleonen im Kern usw.) beschreiben und nicht die des Lichts. Das scheint mir aber ein
Problem zu sein, das mit Hilfe von Hamilton
vorerst nicht gelingen kann, dessen Formel ein System von Massenpunkten mit
vielen Freiheitsgraden f beschreibt und die Zeitabhängigkeit der
verallgemeinerten Geschwindigkeits- und Impulskoordinaten berechnen hilft. Ein
schwerer Ra-Kern mit vielen Nukleonen ist mit Sicherheit ein enormes Problem
für die Aufstellung und Lösung von 2 f
Differentialgleichungen. Selbst weniger schwere Kerne, die noch nicht einmal
emittieren, werden diesbezüglich Schwierigkeiten verursachen. Man kann noch
nicht einmal genau bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit die Elektronen bei
einem solchen nicht angeregten Kern schwingen, oder auf welchen Bahnen auch
immer sie um den Kern laufen. Auch die Schwingungen oder Rotationen der
Nukleonen des Kerns werden im nicht angeregten Zustand z. Zt. kaum zu messen
sein. Eine weitere Unsicherheit wird die Bestimmung des Einflusses des wirkenden
Gravitationsfeldes sein.
Eine andere Frage ist die Messung von emittierten und
durch den Raum eilenden Elementarteilchen oder Photonen. Schwingt z. B. Licht
in Wellen oder werden Wellen nur dem „trägen“ Beobachter oder Sensor durch eine
sehr schnelle Folge von Teilchen vorgetäuscht? Im letzteren Fall kennt man den
Impuls h der Einzelteilchen, benötigt
aber zur Errechnung dieser Energie keine Kenntnisse der Flugbahn (ohnehin gerade) oder der Einzelorte (auf der ganzen Bahn befinden sich im Abstand von l nahezu identische Teilchen).
Zitat (S. 892):
Wenn die Zustandsfunktion y
eines Systems sich aus mehreren anderen Zuständen fk additiv superponieren läßt, d. h. wenn ψ = ∑ ckfk, dann kann man so tun, als seien diese
Zustämnde fk alle
gleichzeitig vorhanden. Der Anteil der Teilzustände fk zu meßbaren Größen bemißt sich nicht
nach ihrem Beitrag zu ψ,
sondern zu ψ* * ψ.
Zitat Ende.
Dieses Zitat und die folgenden Ausführungen auf Seite 892
sind tatsächlich trocken und unanschaulich. Ich habe den Verdacht, dass das
Methode ist, um bestimmte Zusammenhänge zu verschleiern. Ich frage mich, worum
es eigentlich geht? Welcher Meßwert wahrscheinlich am genauesten den Zustand in
einem Atom (angeregt oder nicht angeregt)
wiedergibt, oder geht es um Signale, die von so einem Atom emittiert werden?
Wenn hier von Superposition gesprochen wird, dann meint
man sicherlich die Überlagerung von Wellen.
Wie man im Verlauf dieses Kapitels sehen kann, wird nicht
nur versucht, den Maximalwert einer Welle zu ermitteln, sondern man verwendet
auch willkürlich eine passende
Wellenfunktion, die mit sich selbst, bzw. ihrem imaginären Anteil multipliziert
ein mathematisch ordentliches (wahrscheinliches) Ergebnis liefert.
Mich ärgert, dass einerseits der Drehimpuls (h [Js]) von Elektronen, die um einen
Kern rotieren, in der Betrachtung verwendet wird. Andererseits tut man so, als
ob der Impuls einer emittierten,
longitudinalen Welle in die Berechnung eingeht. Immerhin wird in diesem
Zusammenhang eine von de Broglie
(S. 893) geforderte Wellenlänge (λ
= h/px) erwähnt. Bohr hat versucht das Wasserstoff-Atom nach klassischer
Methode zu berechnen und hat Übereinstimmung gefunden zwischen den Radien von
Umlaufbahnen (n) und den
kinetischen Energien (Wkin)
des Elektron auf den jeweiligen Bahnen, wobei er die Drehimpulse (L) des rotierenden Elektrons für jede Bahn als
Vielfaches (n) des Planckschen Wirkungsquantums (h) vorausgesetzt hat (L = n*h). Diese Berechnung führt bereits beim He-Atom zu
keiner befriedigenden Lösung[iv].
Planck und Einstein haben experimentell gezeigt,
daß Lichtenergie quantisiert ist. Impuls und Energie ( Wkin = h*n
– WA) der auf eine
Metalloberfläche eintreffenden Photonen schlagen Elektronen aus der Materie
heraus[v].
Mit dieser Formel ist allerdings zunächst nur gesagt, daß h*n
die Energie von vielen Photonen ist,
die in der Zeitfolge von n [1/s] auf der Metalloberfläche
eintreffen. Es kann also sein, daß der getroffene Atomverbund erst eine bestimmte
Energiemenge speichern muß, ehe das Elektron emittiert wird.
Zitat (S.
892/893):
Der richtige Operator ist der, für den sich im
klassischen Grenzfall das bekannte klassische Verhalten ergibt. Diese Analogien
werden am klarsten, wenn man die klassische Mechanik in der Form von Hamilton und Lagrange darstellt, …
… Man findet
so:
Der Operator der Lagekoordinate x eines Teilchens entspricht der
Multiplikation mit der Variablen x:
xψ = xψ. (16.10)
Der Operator
der Impulskomponente px
entspricht der partiellen Ableitung nach x:
pxy =
h / i d/dx ψ = h / i dψ/dx (16.11)
Zitat Ende.
Man versucht jetzt also zu bestimmen, an welchem vorher
bestimmbaren Ort ein emittiertes Teilchen einen genau meßbaren Impuls besitzt.
Da nur eine e-Funktion ihrer eigenen Ableitung proportional ist, schließt man messerscharf, dass ein Zustand mit scharfem Impuls nur durch
ψ =
ψ0*eipx/h (16-12)
beschrieben werden kann.
Meine Bedenken zu dem gesamten Verfahren sind:
• De
Broglie postulierte die Dualität von Welle und Teilchen. Die allgemeine Plancksche Beziehung E [J] = h
[Js]*n [s-1]
drückt aus, daß die Energie einer Welle sich durch das Produkt aus Drehimpuls
und Frequenz ergibt. Das meinte jedoch, daß je Sprung (Frequenz) eines Elektrons von einer höheren Umlaufbahn um den Atomkern
zu der nächst niedrigeren Umlaufbahn die Differenz (Wirkungsquantum) seines Drehimpulses (nicht das Elektron selbst) emittiert wird. De Broglie folgerte für die Wellenlänge
des Teilchens λ [m] =
h [Js] / p [Js/m] ≡ [m]
Allerdings
funktioniert diese Rechnung nur mit dem Zusammenhang c = n * λ,
der Einsteinschen Gleichung und
der Planckschen Formel
E = m*c2 =p*c = p * n * λ
= h * n
somit: λ =
h / p
Nähme
man als Ausgangsgleichung E = ½ *m*c2
dann
erhielte man: λ =
2*h / p
• Unbeschadet dieser Korrektur zeigt aber
der Gedankengang, daß sich der Impuls aus Quantensprüngen der Größe h errechnet, also aus einer Drehimpulsdifferenz. Es
geht also ursprünglich um Elektronen, die auf ihrer Bahn um den Atomkern
rotieren. Der sich daraus ergebende Puls wird in Lichtgeschwindigkeit c [m/s] und einer Abfolge von n [Pulse/sek] in die Umgebung
emittiert.
• In dieser Überlegung ist bislang nicht
aufgetaucht, daß das rotierende, noch nicht emittierende Elektron eine Welle
mit der Frequenz n, dem Puls p und der Energie E = m*c2 sei. Die Geschwindigkeit v [m/s] des rotierenden, nicht angeregten Elektrons
eines H-Atoms ist nach Bohr sehr
viel geringer (ca. 2,19*106
[m/s]).
• Auch vermisse ich die Newtonsche Logik,
daß zwei sich anziehende Massen (hier mP und mE) ineinanderstürzen würden, wenn
sie nicht umeinander rotieren und durch die Fliehkräfte zF die Anziehungskräfte eF kompensiert würden.
• Die Wissenschaft nimmt als
selbstverständlich gegeben an, daß der Atomkern aus einer kompakten Ansammlung
von +Protonen (und Neutronen) besteht, also Teilchen die sich
nach vorherrschender Meinung abstoßen sollten. Warum sollten dann nach diesem
Vorbild nicht auch die (zwei) –Elektronen auf ihrer angestammten Bahn
zusammengeballt sein. Ohnehin ist nach Lagrange
schwer vorstellbar, daß zwei einzelne Massen auf einer gemeinsamen Umlaufbahn
stabil ihre Position halten.
Zitat (S. 893):
Der Realteil hiervon ist eine harmonische Welle:
…
…mit der Wellenlänge λ
= h/px, wie sie de Broglie gefordert hat.
Nur harmonische ψ-Wellen
haben einen bestimmten Impuls.
Zitat Ende.
Ist hier also nicht mehr von einem schwingenden oder
rotierenden Elektron die Rede, sondern geht man davon aus, dass Licht, als sich
in x ausbreitende Welle berechnet wird,
oder will man den Zustand des rotierenden Elektron auf seinem Weg um den
Atomkern mit x als Weg auf der
Umlaufbahn berechnen? Zusätzlich
betrachtet man plötzlich auch das individuelle Photon als Welle (e-Funktion), das einen bestimmten Impuls hat[vi].
Wenn von einer (Licht-)Quelle
stoßweise (in einer bestimmten Frequenz)
Energiebündel (Quanten, bzw. Photonen)
emittiert werden, kann das der Sensor (Auge,
Empfänger) mit entsprechenden Hilfsmitteln durchaus als Welle (f = c/λ) empfinden. Die Photonen treffen auf
den Sensor in der entsprechenden Frequenz und geben dort ihre stoßweise eintreffende
Energie mehr oder weniger ab.
Die dort gemessene Frequenz oder Wellenlänge ist aber
nicht notwendigerweise die Schwingung des einzelnen Photons. Der von de Broglie geforderte Zusammenhang l =
h/px bezieht sich auf quantisierte Pulse, die im Abstand von l auf den Sensor treffen und nicht auf
die individuelle Wellenlänge eines irgendwie (z.
B. e-Funktion) schwingenden Photons (s.
S. 894, Abb. 16.1.). Der Impuls des Photons ist immer noch px = mPh*c [Js/m], wobei davon auszugehen ist,
dass das Photon sich nur in x-Richtung (auf
den Beobachter zu) bewegt (s. o.).
Hier bauen sich also erhebliche Widersprüche im Ansatz
auf.
Zitat:
Etwas schwieriger ist die Frage, in welchen Zuständen das Teilchen sich an einem
scharf bestimmten Ort befindet, z. B. an
der Stelle x = a.
Zitat Ende.
Diese Frage ist nicht schwierig, sondern überflüssig! Das
Teilchen (zum mindesten gilt das für das Licht)
und alle ihm im Abstand λ folgenden Energie-Quanten transportieren die Energie h (eigentlich ursprünglich
ein Drehimpuls[vii] und
deshalb h*n [Js * s-1] mit n = 1 [s-1]). Je kürzer die Abstände
zwischen den Teilchen, um so mehr Energie wird transportiert (und umgekehrt).
Interessant ist vor allem der Ort, an
dem das oder die Teilchen ihre Energie abladen. Da auf dem Weg dorthin nichts
weiter passiert (es sei denn, das oder die
Teilchen verlieren auf ihrem Weg etwas Energie), ist es ziemlich egal,
wo das Teilchen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet, bzw. welchen Puls
es hat.
Abb. 1
Aus der Abbildung 1 ist ersichtlich, dass danach der Ort
der Teilchens immer wieder beim Funktions-Wert von |ψ|2 =
1 angezeigt wird und der sich hier im Bild bei x = 0,011; 0,039; 0,067; usw., also mit einem Abstand
von ≈ Δx = 0,028 wiederholt. Offensichtlich sind das Orte von
einer Vielzahl von Teilchen.
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Abb. 2
Wenn nun diese Funktion nicht geeignet erscheint, einen
Zustand mit einem scharfen Impuls zu beschreiben und man sich gezwungen sieht,
eine e-Funktion (s. Abbildung 2) einzuführen, die noch dazu imaginär ist, dann
wird meines Erachtens die Natur durch Mathematik vergewaltigt.
Ganz offensichtlich wird mit dieser Funktion nicht mehr
eine Folge von Pulsen oder Teilchen beschrieben, sondern ein selbst
schwingendes Teilchen (Photon, oder auch
Wellen-pakete mit unterschiedlichen Wellenlängen), von dem man annimmt,
dass es durch eine gedämpfte Schwingung am besten repräsentiert wird. Ganz
selbstverständlich wird als der wahrscheinlichste Ort des Teilchens jetzt
mathematisch der Ort des größten Schwingungs-ausschlages ermittelt. Aber auch
bei diesem Modell stört, dass mathematisch negative Pulse (bei originärem Licht[viii]
nicht zu beobachten) mit in Betracht gezogen werden.
Meiner Meinung nach ist bereits beim Ansatz der Theorie
eine gewisse (Denk-) Unschärfe gegeben.
16.2.2 Die Unschärferelation
Zitat (S. 894):
Es ist klar, dass eine Eigenfunktion des Impulses
(harmonische Welle) nicht zugleich Eigenfunktion des Ortes (d-Funktion) sein kann. Es gibt also
keinen Zustand, in dem ein
Teilchen zugleich einen scharfen Impuls px
und einen scharfen Ort x hat. Man
kann sogar zeigen, dass in einem Zustand mit scharfem Impuls der Ort völlig
unbestimmt ist und umgekehrt; die nach Axiom 4 gebildeten Erwartungswerte geben
nämlich in diesem Fall mathematisch keinen Sinn.
Zitat Ende.
In der klassischen Physik (bei
Lagranges und Hamiltons Ansatz ebenso) ist der
Impuls unabhängig vom Ort der Masse, sondern nur von Masse m und Geschwindigkeit v. Warum sollte nun, nur weil die Teilchen eine sehr
kleine Masse haben, dieses Prinzip nicht mehr gelten? Es ist doch völlig
willkürlich, das Teilchen zu einer harmonischen Welle und weiterhin den Impuls
vom Ort abhängig zu deklarieren. Das Teilchen hat einen Impuls, einerlei wo es sich
befindet. Bei den hohen Geschwindigkeiten von Photonen oder Elektro-nen ist der
Ort ohnehin nicht zu messen. Meßbar sind Emissionsquelle und Absorptionsort.
Selbst bei der Betrachtung des Atoms ist der Ort des
Impulses uninteressant. Der Drehim-puls ändert sich wenn Elektronen ihre
Umlaufbahn wechseln. Der dabei frei werdende Energieüberschuß wird emittiert,
wobei der Empfänger nur die Energie wahrnimmt, die ihn unmittelbar trifft.
Zitat (S. 894):
Zeichnerisch sieht man leicht ein, dass das Hauptmaximum
der Interferenzfigur bei einer solchen Überlagerung gerade die Breite Δx
hat, die mit der Breite des benutzten Wellenlängenbereiches so zusammenhängt:
Δx ≈ λ2/Δλ (16.15)
Nach der de Broglie-Beziehung bedeutet das
Δx ≈ h/Δpx (16.15’)
Das ist die Heisenberg-Unschärferelation.
Zitat Ende.
Zunächst scheint hier ein Druckfehler[ix]
vorzuliegen, denn andere Bücher weisen aus:
Δx ≈ h/Δpx oder Δx
* Δpx =
h/2π
Heisenberg
nimmt also an, dass ein einzelnes, schnell bewegtes Teilchen ein Wellenpaket
sei. Dieses Paket soll aus der Überlagerung vieler Wellen entstehen, das dann
den Charakter einer gedämpften Welle hat. Alle diese Wellen sollen nun auch
noch am gewünschten Ort
x = a ein Maximum haben. Das sind viele unbewiesene
Annahmen. Die Aufenthaltswahr-scheinlichkeit an diesem Maximum ist dann das
Allerletzte. Dabei weiß man durch Experi-mente ziemlich genau, dass bei dem
Vorgang in hoher Transfergeschwindigkeit
Puls, bzw. Energie (E = 0,5*px*c [J]) und damit auch der Ort des
Teilchenimpulses transportiert wird.
[Empfehlung zum Nachlesen: “Abb. 31-3 Elektronenspur
in einer Blasenkammer, die mit flüssigem Wasserstoff gefüllt, ist. Jay Orear;
Physik; C. Hanser Verlag, 1982/1985.“]
Man kann am Kondensstreifen den Weg des Teilchens
nachträglich verfolgen. Wo aller-dings das Elektron zu einem bestimmten
Zeitpunkt mit welchem Impuls war, ist eigentlich uninteressant, könnte aber aus
diesem Experiment berechnet werden.
16.2.3 Der Energieoperator (Hamilton-Operator)
Zitat (S. 896):
Wie der Operator aussieht, der einer bestimmten
physikalischen Größe entspricht, kann man nicht streng ableiten. Zumindest für
einige Grundgrößen muß man diesen Zuasammen-hang erraten.
Zitat Ende.
Ich halte diese Ausgangsposition und die daraus
abgeleiteten Folgerungen (S. 896 bis 898) für ziemlich abenteuerlich.
16.2.4 Die Schrödinger-Gleichung
Zitat (S. 898):
Wie haben in Abschn. 16.2.1 immer nur von einer
Impulskomponente gesprochen, während es doch drei gibt.
Zitat Ende.
Hier wieder die Schizophrenie: a) Pulsierendes Atom mit
schwingenden Elektronen oder b) Emission von Photonen, Energiepaketen oder
Elementarteilchen. Im Fall b hat man es
sicherlich nur mit einer
Impulskomponente zu tun.
Dazu
wird an anderer Stelle[x]
geschrieben
Zitat:
Wellenfunktion y (x,
y, z, t), komplexe Funktion, mit der der
Zustand eines Teilchens quantenmechanisch beschrieben werden kann. Sie ist ein
mathematisches Hilfsmittel und kann nicht experimentell gemessen werden.
Wahrscheinlichkeitsdichte oder Aufenthaltswahrscheinlichkeit ω
(x, y, z, t), die Wahrscheinlichkeit,
ein Teilchen zur Zeit t am Ort r = (x, y, z) im Volumen dV zu
finden. Sie ist proportional zum Betragsquadrat
der Wellenfunktion.
Zitat Ende.
Sowie:
Zitat (s. Fußnote
6):
h*n = h2k2/(8*π2*m) + V(r)
=
p2/(2*m) + V(r)
Das ist der wohlbekannte Energiesatz, wenn h*n
die Energie eines Quantes mit der Frequenz n ist.
Zitat Ende.
Die Mathematik ist offensichtlich biegsam, aber manchmal
nicht besonders logisch! Nehme ich konventionell
h*n =
E = 0,5*m*c2
= p*c/2
dann
wird mit p = m*c, bzw.
c = p/m
h*n =
p*c/2 = p2/(2*m) (s.o.)
Relativistisch gerechnet wurde dagegen stets mit E = m*c2.
Wenn man so kompliziert zur konventionellen Lösung
kommt, ist es kein Wunder, dass die Quantenmechaniker ihre Rechenkunststücke
bestätigt sehen.
16.2.4 Die Schrödinger-Gleichung
Zitat (S.900):
Jeder Zustand und nur ein Zustand, der sich mit der Zeit nicht ändert, hat
eine scharfe Energie. Zustände von Atomen und Molekülen, in denen sie weder
strahlen noch Licht absorbieren, also keine Gelegenheit haben, sich zeitlich zu
ändern, sind offenbar von dieser Art und werden durch die zeitunabhängige
Schrödinger-Gleichung beschrieben. Hierauf vor allem beruht deren große
Bedeutung.
Zitat Ende
Hier wird definitiv gesagt, daß es sich bei dieser
Betrachtung nicht um Lichtwellen oder Lichtteilchen handelt, sondern um nicht
angeregte Teilchen (Atome oder Moleküle)! Wieso kann dann die
Quantentheorie mehr leisten als das Modell von Bohr,
das bisher nur das Spektrum des strahlenden H-Atoms befriedigend erklären kann,
bei Atomen mit höherer Ordnungszahl aber versagt?[xi]
Dazu als Ergänzung:
Zitat[xii]:
Wellenmechanik.
Eine abstrakte Funktion, genannt Wellenfunktion (Formelzeichen ψ), beschreibt die Zustände eines
Teilchens oder eines physikalischen Systems, ψ
hängt ab von Ort und Zeit, hat selbst zwar keine anschauliche Bedeutung,
erlaubt jedoch Wahrscheinlich-keitsaussagen über den Ort und andere
pysikalische Größen des beschriebenen Syszems. ψ
geht ein in die Schrödinger-Gleichung,
deren Lösungen das zeitliche Verhalten eines physikalischen Systems
beschrieben, Die Quantisierung der physikalischen Größen ist automatisch
Bestandteil der Lösungen. Die Schrödinger-Gleichung für ein einzelnes Teilchen
unter dem Einfluß von Kräften lautet:
Zitat Ende
Wozu muß ich wissen, wo sich ein einzelnes nicht
angeregtes Atom, Molekül oder gar Elektron
befindet?
16.3. Teilchen in Potentialtöpfen
16.3.1 Stationäre Zustände
Zitat (S. 900):
Die j-Funktion
(16.26) stellt eine ebene Welle mit ortsunabhängiger Amplitude dar. Über
genügend lange Zeiten gemittelt, kann also das Teilchen überall mit gleicher
Wahrscheinlichkeit sein. Von seinem Ort zu sprechen hat keinen Sinn, denn der
Erwartungswert für den Ort existiert mathematisch gar nicht.
Zitat Ende.
Wenn hier von einer ebenen Welle gesprochen wird, dann
sollte sich das “schwingende” Teilchen auf seinem Weg in einer bestimmten
Richtung bewegen. Daß dieses Teilchen dann mathematisch auf keinem Ort
anzufinden sei, ist Unfug, denn irgendwann muß es auf seinem Weg von hier nach
da an jedem Ort der Wegstrecke anzufinden gewesen sein. Im übrigen wurde ja
gerade befunden, daß die Teilchen nicht angeregt sind, also Signale von ihnen
kaum zu beobachten sind.
Oder meint man, das Teilchen schwingt im Raum hin und
her, rauf und runter, ohne Impulsänderung, ohne potentielle Energie (also in keinem Gravitationsfeld), jedoch in einer (x, y) Ebene? Wenn es so gemeint ist, dann sagt die
Wellenfunktion auch nicht viel mehr aus! Nur noch die Frage: Warum wird nur x
eingesetzt? Soll auch x (also die
Richtung der Bewegung) hin und her gehen?
Die ganze Rechnerei ist mir suspekt.
Zitat (S. 901)
Wir sperren jetzt ein Teilchen mit Gewalt in einen
endlichen Raumbereich ein, indem wir an dessen Rändern unendlich starke
rücktreibende Kräfte aufbauen. …
… Im Innern
dieses Topfes soll zunächst, der Einfachheit halber, das Potential konstant
sein, speziell, was ja nur eine Frage der Normierung ist, U = 0. Im Topfinnern gilt also wieder, wie im vorigen
Beispiel,
φ =
φ0*e±(i/h)*(2*m*W)0,5*x (16.27)
Beide Vorzeichen des Exponenten liefern unabhängige
Lösungen. Die allgemeinste Lösung heißt daher
φ =
A*eikx + B*e-ikx (16.28)
oder
reell ausgedrückt
φ =
A’ cos kx + B’ sin kx (16.29)
Zitat
Ende.
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Abb.
3
Die
Abbildung 3 zeigt die rechnerische Auswertung der Gleichung (16.29), was auf S.
893 als Zustand mit scharfem Impuls geschildert wird. Das ist wirklich
unanschaulich und das soll es wohl auch sein!
Hoffentlich hält sich das Teilchen an diese gedanklichen
Verrenkungen und hoffentlich findet der Mathematiker den realen Topf mit
unendlich hohem Rand. Wenn nämlich das Teilchen ein um den Kern rotierendes
Elektron sein soll, herrscht eine Kraft F
= k0*q*Q/r2 [N] zwischen Kern und Elektron. Das
Potential wird dann weitgehend konstant sein. Der Topf hat dann aber keineswegs einen Rand. D. h. der Weg des Elektrons ist unbegrenzt, auf wechselnder Bahn
stets um den Kern. Man kann dann keinesfalls davon sprehen, daß die Schwingung
des Elektrons mit der einer eingespannten Saite verglichen werden kann.
Zitat (S. 902):
Der
Zusammenhang zwischen W und λ bzw. p liefert die erlaubten Energiewerte
Wn =
n2*h2/(8*m*a2). (16.31)
Alle
anderen Energien kommen wegen der Randbedingungen nicht als stationäre
Energiewerte in Frage. Der Zustand mit der niedrigsten Energie
W1 =
h2/(8*m*a2). (16.32)
Wird
durch den Bogen einer Sinuswelle dargestellt.
Zitat Ende.
Das hat aber schon Bohr
postuliert. Wenn man h = h*2*π und a = R setzt, erhält man für die Elektronenniveaus nach Bohr
Wn =
n2*h2/(2*mE*Rn2)
und für die niedrigste Umlaufbahn
W1 =
h2/(2*mE*R12) = 2,180*10-18 [J] ≡
13,6 [eV]
Warum also die ganze komplizierte Rechnerei?
16.3.2 Der Tunneleffekt
Zitat:
Ein quantenmechanisches Teilchen verhält sich eigenartig,
wenn man es in einen Potentialtopf sperrt: …
… Das
Teilchen läßt sich auf Dauer überhaupt nicht einsperren (außer durch unendlich
hohe und unendlich dicke Mauern, die es in Wirklichkeit nicht gibt).
Zitat Ende.
Es kommt immer wieder auf das Bohrsche Atom-Modell heraus, wonach das um den Kern
rotierende Elektron (bzw. Elektronen) auf
ganz bestimmte Bahnen läuft. Beim H-Atom handelt es sich dabei um die
niedrigste Bahn, also das niedrigste (n
= 1) Energieniveau. Atome mit schwereren Kernen besitzen entsprechend mehr Elektronen,
die nach Bohr auch auf Bahnen
höherer Energieniveaus rotieren.
Wird dem H-Atom Energie zugeführt, dann wird das Elektron
bis zu einer gewissen Energiesättigung zur nächsthöheren Umlaufbahn (n2 = n1+1) angehoben und bei weiterer Energiezufuhr eine
Energieportion (h)
emittieren, um gleichzeitig auf die ursprüngliche Bahn zurückzuspringen.
Theoretisch ist eine derartige Anregung denkbar, dass das Elektron auf die Bahn
n∞ gehoben, also
selbst emittiert wird und nicht nur Photonen.
Diese Betrachtungsweise wird jedoch hauptsächlich dadurch
gestützt, weil vorausgesetzt wird, daß zwischen den Bahnen des Elektrons eine
Drehimpulsdifferenz von Dn*h
= (n+1 – n)*h
besteht (Balmer-Serie sogar (n2+x
– n2)).
Die Hilfskonstruktion vom Potentialtopf scheint ziemlich gequält an die Theorie der
Quantenmechanik angepaßt zu sein. Wo gibt es so etwas? Das nicht angeregte Atom
ist in seinem Verband ohne größere Reaktionen eingebettet. Die dazu gehörenden
Elektronen sind ebenfalls unauffällig. Das ändert sich, wenn Energie (z. B. Wärme) zugeführt wird. Das Atom kann
zunächst die überschüssige Energie durch Quantensprünge abführen, was sich
durch Emission von Photonen äußert. Die Folge der Quantensprünge bestimmt den
Takt (Frequenz) der Emission. Ein
einzelnes Atom wird dabei sicherlich nach allen Richtungen (radial) Photonen aussenden, was aber in einem
Verband vieler Atome nur noch schwer möglich ist. Hier geben die Atome der
Trennschicht zum Raum die Photonen nach außen ab, also nur dann, wenn das
Elektron den Quantensprung frei vollziehen kann, nämlich nicht nach innen zur
Packung der Atome. Es ist also nicht erkennbar, wo die Situation von
unüberbrückbaren Gräben oder unendlich hohen Wänden auftauchen sollte.
Zitat (S. 903):
Die quantenmechanische Behandlung muß von der Schrödinger-Gleichung ausgehen, und zwar
streng genommen von der schwierigeren zeitabhängigen Schrödinger-Gleichung, weil ja die zeitabhängige Lösung
untersucht werden soll, bei der die Welllenfunktion im Topf allmählich abnimmt,
weil sie nach rechts davonläuft. Das Wesentliche kommt aber auch bei der
stationären Betrachtung heraus, wenn man sie richtig interpretiert.
Zitat Ende.
Wieso muss? Doch
nur, wenn die Schrödinger-Gleichung
das Problem trifft und sich die Fachwelt auf dieses Modell eingeschworen hat!
Aber was, wenn die ganze Theorie eine überspannte Masche eines genialen
Mathematikers ist?
Das Photon wird vom Atom emittiert und eilt in
Lichtgeschwindigkeit radial durch den anschließenden Raum. Dabei nimmt die
Energie, weil das Photon (nach rechts(?)) davonläuft keineswegs ab, sondern das Teilchen
gibt die Energie ab, wenn es auf sein Ziel (Sensor)
trifft.
16.4 Atome und Moleküle
Zitat (S. 905):
Die Quantenmechanik hat in den letzten Jahrzehnten alle
wesentlichen Eigenschaften der Atome und Moleküle erklären können und damit u.
a. die Chemie vollständig in sich eingemeindet. Allerdings sind die Rechnungen
dabei so umfangreich, daß man praktisch doch meist mit den alten anschaulichen
Vorstellungen begnügt – wenigstens mit dem Teil dieser Vorstellungen, die im
strengen Licht der Quantenmechanik standgehalten haben.
Zitat Ende.
Dieses Lehrbuch jedenfalls erklärt kaum etwas. Wozu dann
diese skurrile Theorie, die man auch mit alten Vorstellungen vernünftig
erklären kann.
16.4.1 Das Wasserstoffatom
Zitat:
Das einzige atomare System, das sich “geschlossen”, d. h.
ohne Näherungen, behandeln läßt, ist das Wasserstoffatom (oder etwas allgemeiner ein einzelnes Elektron im
Feld einer positiven Punktladung, d. h. ein wasserstoffähnliches System).
Alles, was darüber hinausgeht, ist durch rafffinierte Näherungen gewonnen
worden.
Zitat Ende.
Das hätte ich als Seiteneinsteiger niemals sagen,
geschweige veröffentlichen dürfen.
Zitat (S, 906):
Das
Potential einer positiven Punktladung Z*e
(sagen wir kurz: des Kerns) stellt für ein Elektron einen Trichter dar, der
sich nach unten zu immer mehr verjüngt:
U = - Z*e2/(4*π*ε0*r) (16.39)
Ein tief innen in diesem Trichter sitzendes Elektron wird
also, entsprechend einem Elektron im engen Kasten, sehr weit getrennte diskrete
Energiezustände haben; sitzt das Elektron nur sehr flach unterhalb W = 0, so
glaubt es sich in einem weiten Kasten, und seine Energiezustände liegen
enger. Man erwartet daher qualitativ genau die vom Bohr-Modell vorausgesagte Staffelung der
Energiezustände, die ja auch der Wirklichkeit entspricht (Abb. 16.3)
Zitat Ende.
Eigentlich hätte den Schrödinger-Schülern
ein Trichter aufgehen müssen.
• Bisher hat niemand Plancks Hypothese bezweifelt, daß
nämlich Energie nur in definierten Portionen – den Quanten – ausgetauscht
werden.[xiii]
• Einstein
konnte das mit seinern Untersuchungen zum Photoeffekt bestätigen.
• Wenn also Elektronen zusätzliche Energie
nur bis zu diesem bewußten Quantum h
[Js] (Drehimpuls!) aufnehmen und
dann auch nur in dieser Portion spontan abgeben können, dann muß sich auch der
Drehimpuls der beteiligten Elektronen entsprechend ändern.
• Der Drehimpuls L = J*ω = me*r*v = h impliziert, daß das Elektron auf seiner untersten Stufe, wo das Atom
keine Photonen emittiert, um den Kern im Abstand von r1 mit der Geschwindigkeit v1 rotiert.
• Wird dem Elektron die zusätzliche Energie
h zugeführt, muß es auf eine
höhere Stufe gehoben werden. L2
= me*r2*v2
= h*2.
• Da das Elektron nicht in der Lage ist,
weitere zusätzliche Energie zu speichern, “kocht” es den Betrag h
spontan unter Emission eines Photons ab und springt selbst wieder auf seine
ursprüngliche Bahn zurück.
Das Wasserstoffatom ist für Kontrolle dieser Auffassung
einfach zu behandeln. Die Kraft zwischen H-Kern und dem einzigen Elektron ist
FE =
k0 * q * Q /r2
[N]
Die Schwerkraft der Teilchen kann vernachlässigt werden
da FE ≈ 2,3*1039 *
Fg. Die Fliehkraft zF wird dagegen durch die Masse des rotierenden
Teilchens, seinem Abstand vom Schwerpunkt des Rotationssystems und der
Winkelgeschwindigkeit bestimmt.
L = h = J * ω
≈ me * re2 * ω [Js]
= 1,05457267*10-34 [Js]
zF = me * re
* ω2 = me * v2/ re [N]
Aus FE = zF und q = Q = e:
k0 * e2 / re2 = me * re
* h2 /(me * re2)2
re = h2 / (me*e2*k0) [m] ≈ 5,29*10-11 [m]
Hier macht Bohr
aber einen unbedeutenden Fehler, indem
er vernachlässigt, daß auch das
Proton eine Masse hat und mit einem entsprechenden Abstand um den gemeinsamen
Schwerpunkt rotiert (möglicherweise beide
sogar auf einer elliptischen Bahn).
Folglich hätte er rechnen müssen:
Mit rp =
me * re / mp ≈ 2,9*10-14 [m]
L = h = J * ω
= (Q + mp * rp2 + me * re2)* ω ≈ 1,05486*10-34 [Js]
Bei dieser Rechnung wurden noch
die Trägheitsmomente Q ≈ 2/5* R*m2
der jeweiligen Teilchen mit berücksichtigt. Dabei zeigt sich, daß DL
zwar weiter konstant über n,
jedoch geringfügig höher als der von Bohr errechnete Wert ist.
me*ren*ωn2 = k0*e2/(ren2*(1+me/mp)2
ωn2 = k0*e2/(ren3* me
* (1+me/mp)2
Ln =
Jn * ωn ΔL = Ln+1 - Ln
= konstant
Im Kapitel 12.3.2 wurde schon bemerkt, daß das um der
H-Kern und das um ihn rotierende (kreis- oder
ellipsenförmig) Elektron sich elektrisch neutralisieren, also keinerlei
elektromagnetische Strahlen emittieren. Wird diesem Atom Energie (Wärme) zugeführt, kann diese nur begrenzt vom
Elektron aufgenommen werden, wobei es auf die nächst höhere Umlaufbahn springt.
Bei Überschreiten der Aufnahmekapazität emittiert das Elektron spontan den
Energiebetrag h (bzw. h)und springt gleichzeitig wieder in die ursprüngliche
Umlaufbahn zurück. Da dieser Vorgang, je höher die Energiezufuhr, umso
schneller wiederholt wird, empfindet der Empfänger das als Frequenz einer Welle.
Selbstverständlich kann die Energieabgabe nur in Richtung höherer Entropie, das
heißt in die kältere Umgebung, verlaufen, vorzugsweise dann, wenn das Elektron
sich in der Nähe der Grenzschicht zur Umgebung befindet. Hierbei können
natürlich auch Unregelmäßigkeiten auftreten, die aber nie das Prinzip tangieren
können und das nie aus dem Auge verloren gehen darf.
[i] Vergl.
J. Orear, Kap. 25
[ii] Duden
Rechnen und Mathematik, 5. Aufl. 1994
[iii] Man
kann schon feststellen, ob und wie schnell und eventuell wohin ein Auto
bestimmter Größe und Stärke fährt, aber vorauszusagen, ob und wann es einen
Unfall produziert und wie der ausgeht, ist kaum möglich.
[iv] s.
<www.dinglinger-drg.de/eine lanze für niels bohr.html>
[v] Stöcker,
S. 615
[vi] s.
a. J. Orear, Physik, S. 529
[vii] Für
Planck ein probates Hilfsmittel,
da nach Bohr der Drehimpuls von Umlaufbahn zu Umlaufbahn konstant um den Wert h zu- oder abnimmt.
[viii] Z. B.
Sonnenlicht, also kein Licht von Leuchtkörpern, die mit Wechselstrom betrieben
werden.
[ix] Oder
man ist sich noch immer nicht sicher, ob der Impuls des rotierenden Elektrons,
oder der von Planck gemeinte Impuls des schnell durch den Raum eilenden
Teilchens sein soll.
[x] Stöcker,
Taschenb. d. Physik, 2. Auflage, S. 620
[xi] s.
s. <www.dinglinger-drg.de/eine lanze für niels bohr.html>
[xii] H.
Breuer, dtv-Atlas, 4. Aufl. 1996, S. 359
[xiii] Stöcker,
S. 618


