Relativitätstheorie: Ein Jahrhundertirrtum


[02.05.2010]



Zusammenfassung:

Es ist beeindruckend, mit welcher „Chuzpe“ EINSTEIN Regeln der Mathematik und der Logik ignoriert und aus einem Sammelsurium von wissenschaftlichen Erkenntnissen und eigenen skurrilen Interpretationen eine Theorie bastelt, die selbst von gestandenen Wissenschaftlern nicht ganz durchschaut wird und die die übrige Welt seit nahezu 100 Jahren fasziniert, was eventuell mit ihrem Science-Fiction-Charakter1  zusammen hängt.

In der Folge wird die von A. EINSTEIN2  entwickelte spezielle Relativitätstheorie einer kritischen Untersuchung unterzogen3 . Es wird auf die Grundvoraussetzungen hingewiesen, auf die sich die Relativitätstheorie stützt. Anschließend werden davon abweichende Vorgehensweisen benannt und es wird auf logische Fehler hingewiesen. Bedauerliche Rechenfehler EINSTEINs führen zu falschen Schlüssen. Endlich werden vermeintliche Beweise der Relativitätstheorie durch bekannte physikalische Lösungen relativiert.


Von einigen Naturwissenschaftlern wurde ich wegen meiner Kritik an der Relativitätstheorie stark angegriffen. Schroff wurde auch darauf hingewiesen, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Koordinatensystemen konstant und gleich sei, unabhängig von der Eigengeschwindigkeit der jeweiligen Systeme.

Das Gegenteil wird von mir nicht behauptet, folglich haben die Kritiker entweder meine Ausführungen nicht gelesen oder nicht verstanden. 

• Die Experimente von FIZEAU haben deutlich  gezeigt, dass die Lichtgeschwindigkeit nur im absoluten Vakuum den bekannten Grenzwert c besitzt. In einem anderen Medium, wie z. B. Wasser, Öl oder Glas, hat Licht eine geringere Geschwindigkeit. 

• Der Wellencharakter von Licht wird von mir bezweifelt. Licht ist eine Emission von Energiepaketen, die Informationen über den aktuellen Zustand des emittierenden Objekts nach allen Richtungen in schneller Folge aussendet. Dieses quasi „Informations-Stakkato“ kann durchaus als Welle4  wahrgenommen und fehlinterpretiert werden. Immerhin haben die emittierten „Teilchen“ einen Folgeabstand von λ [m] und einen Zeitabstand von f [1/s] wie bei Wellen üblich.

• Wie EINSTEIN in seiner Nobelpreis-gekrönten Arbeit über den Photoelektrischen Effekt feststellte, besteht Licht aus Photonen, also Energieteilchen. Die Energie dieser Teilchen schlägt nicht nur Elektronen aus Metalloberflächen, sondern liefert auch individuelle Informationen an einen Empfänger auf dem direkten, im Allgemeinen geraden Wege vom Sender zu ihm. Die sonst in alle Richtungen emittierten Photonen sind für den soeben genannten Empfänger nicht registrierbar, sie gehen an ihm vorbei.






Abb. 1


• Vorbei gehende, oder wie EINSTEIN in seinen Veröffentlichungen mehrfach verständlich zu machen versucht, „vorbeifliegende Lichtstrahlen“ sind nicht beobachtbar und somit für die Relativitätstheorie nicht relevant. Nicht nur das Vorbeifliegen ist nicht beobacht- und messbar, sondern auch der Ausdruck Lichtstrahl ist irreführend. Ganz abgesehen davon, dass bei einem Vorbeiflug die Geschwindigkeit eines Objektes seine Näherungs- zum bzw. Fluchtgeschwindigkeit vom Beobachter von  +v > 0 > -v laufend verändert, also für die Beobachtung keineswegs gleichförmige Geschwindigkeit vorliegt.. Hier soll schon darauf hingewiesen werden, dass Objektgeschwindigkeiten in den notwendigen Berechnungen positiv (Näherung) und negativ (Flucht) eingesetzt werden können. Die Lichtgeschwindigkeit darf auf keinen Fall negativ auftreten, sie ist immer positiv (stets vom Sender zum Empfänger) einzusetzen.

• EINSTEIN5  bezieht sich bei der Entwicklung der speziellen Relativitätstheorie auch auf  die Arbeiten von LORENTZ6 ,  der gegensätzlich zur GALILEÏ-Transformation berücksichtigen möchte, dass Licht in allen Inertialsystemen die konstante Geschwindigkeit c = 299792,458 [km/s] besitzt. 

Klarstellung: Die Konstanz und der Wert der Lichtgeschwindigkeit werden nicht bezweifelt, aber die Gleichsetzung von Lichtpulsen mit bewegten Objekten ist methodisch falsch. Licht ist Signal emittierender, bewegter Objekte von individuellen Ereignissen auf diesen Objekten. Die Bewegungsrichtung des Lichts sollte grundsätzlich positiv in entsprechenden Berechnungen eingesetzt werden, also stets in Richtung auf einen eventuell vorhandenen Beobachter zu. Wie Jeder unschwer registrieren kann, sind andere Signale wohl vorhanden (siehe Licht von der Sonne zum Mond), jedoch ist ihr Weg (durch ein Vakuum hindurch) dorthin nicht zu beobachten. Es ist auch nicht zu vermitteln, dass ein physikalisches Naturphänomen von künstlich eingerichteten Koordinatensystemen abhängen sollte7

Wie oben erwähnt, hätte EINSTEIN wegen seiner Arbeiten zum Photoelektrischen Effekt, eigentlich konsequenter Verfechter des Teilchencharakters des Lichts sein sollen. D. h. Licht ist eine sehr schnelle Folge (Frequenz) von Energieteilchen (Quanten, Energiepakete, Photonen o.ä.), die vom Emissionsort radial in Lichtgeschwindigkeit c nach allen Richtungen ausgesandt werden. Nur die Teilchen, die auf ihrem (direkten) Weg auf einen Empfänger (Beobachter) treffen, können ihre Botschaft mitteilen (s. Abb. 1). Alle anderen Teilchen füllen irgendwie den Raum (Hintergrundstrahlung?).

EINSTEIN übernimmt von LORENTZ die Idee der Inertialsysteme, in denen die Lichtgeschwindigkeit immer gleich und konstant sein soll, unabhängig davon, wie und mit welcher Geschwindigkeit sie sich relativ zu einander im Raum bewegen.  

Inertialsysteme und deren Koordinaten sind jedoch nicht naturgegeben, sondern von Beobachtern eingeführte Hilfsmittel für mathematische Ortsbestimmungen. Es muss gedanklich ein fundamentaler Unterschied zwischen Objekten (bewegt oder statisch) und strahlenden, also originär oder reflektierend emittierenden Quellobjekten (bewegt oder statisch), sowie den Lichtsignalen selbst gemacht werden.

Handelt es sich um eine gleichförmig bewegte Lichtquelle, dann kann konstatiert werden, dass es gleichgültig ist, ob sich die Quelle (Sender) bewegt und die Senke (Empfänger) ruht, oder umgekehrt die Quelle ruht und die Senke sich bewegt. Es kommt nur auf die relative Bewegung der beiden Objekte zu einander an8 . Daraus folgt: Von der beispielsweise ruhenden Quelle werden Lichtpulse in der Geschwindigkeit c emittiert.  Bewegt sich eine Senke auf die Quelle direkt zu (+v), dann sammelt sie gewissermßen die Signale auf und die Frequenz des Lichts wird höher. Entfernt sich die Senke (-v), dann erniedrigt sich im Gegenzug die Frequenz. Genau wie das Beispiel zeigte, verhält es sich im Fall der Annahme bewegte Quelle÷ruhende Senke. Die Senke wird von Pulsen getroffen, die jeweils Lichtgeschwindigkeit c besitzen. Frequenz bzw. Abstand der Pulse (quasi Wellenlänge) ändern sich entsprechend. Diese Überlegung erklärt deutlich das negative Ergebnis des MICHELSON-MORLEY- Experiments9 , wonach die Bewegung der Erde Einfluss auf die Lichtgeschwindigkeit ferner Emissionen haben könnte.

Wenn bedacht wird, dass die Relativitätstheorie darauf aufbaut, Lichtsignale eilen auf direktem Weg zum Beobachter, dann muten die zahlreichen Beispiele (s. Fußnoten 1 bis 5), in denen EINSTEIN versucht, seine Theorie zu erhärten, seltsam an. Lichtstrahlen, die an Beobachtern vorbeieilen, sind für die Physik irrelevant. Licht ist kein Strahl, sondern eine Folge von Energiepaketen. Licht das keinen Beobachter direkt trifft, also vorbeieilt, ist nicht beobachtbar.



Abb. 2


Die Abbildung 2 soll die Situation aufzeigen10 . Es mag ja sein, dass der Blitz, (was nicht gleichbedeutend mit den Lichtpulsen ist, die von den Beobachtern gesehen werden könnten, wenn es sich um ein emittierendes Objekt handeln würde, das Signale aussendet) die Beobachter passiert. Die Beobachter sehen jedoch nur die Lichtpulse, die von dem jeweiligen Emissionsort des Objektes ausgehen und sie direkt treffen, und zwar auf die Netzhaut.

• EINSTEIN ignorierte diese logischen Zusammenhänge auch in den LORENTZ-Transformationen, wo er formulierte, dass die Beziehungen so gewählt werden, dass dem Gesetz der Vakuumfortpflanzung des Lichtes für einen und denselben Lichtstrahl (und zwar für jeden) in Bezug auf K und K’ Genüge geleistet wird11 . Die folgende Abbildung 3 (hier wie in anderen Veröffentlichungen12  etwas abgewandelt) macht die logische Unmöglichkeit eines solchen Verfahrens offensichtlich. Es ist nicht statthaft, Zielankunft eines Pulses mit der Rückkunft des Vergleichspulses zum ursprünglichen Start zu vergleichen. Selbstverständlich kann Niemand einen Lichtpuls, der ihn verlässt beobachtend verfolgen.

JH-Irrtum3

Abb. 3


Zur Erläuterung der Abbildung 3:

In der Position Anfang befinden sich zwei Rohre13, die jeweils in der Position Start ein Blitzgerät besitzen. Sobald in beiden Rohren gleichzeitig ein Blitz ausgelöst wird, startet instantan das zweite Rohr mit der Geschwindigkeit v nach rechts. In beiden Rohren, also dem stationären und dem nach rechts laufenden Rohr eilt das emittierte Signal in Lichtgeschwindigkeit c zum oberen Ende zum Ziel. Während im  stationären Rohr das Signal bereits angekommen ist, muss das Signal, dessen Ankunft an seinem Ziel gleichzeitig erfolgt, noch am dort befindlichen Spiegel reflektiert werden und anschließend die zusätzliche Strecke, die das Rohr nach rechts zurückgelegt hatte, in Lichtgeschwindigkeit durchmessen. Am Sensor kann der Zeitunterschied der Ankunft der Signale (Zeitdilatation) bestimmt werden. Auf keinen Fall ist es erlaubt, den  virtuellen Weg des Lichtes im bewegten Rohr zur Grundlage einer Berechnung zu machen (angedeutet mit Verbotsschild). Der Beobachter kann nie hinter einem Lichtsignal herschauen, wie es einer von EINSTEINs Lieblingsgedanken war14 .

• Folge: Die Berechnung des Relativitätsfaktors γ = (1 – v2/c 2)0,5 mit Hilfe des Satzes des PYTHAGORAS ist verboten und falsch. Bei korrekter Berechnung erhält man die bekannte Gleichung nach DOPPLER  γ = 1 ± v/c . 

Dabei gilt in der obigen Gleichung das +Zeichen für den Fall, dass sich der Beobachter dem Sender mit v nähert. Sollte sich der Beobachter vom Sender entfernen muss mit dem -Zeichen gerechnet werden.

• Die Verwendung des nicht korrekt ermittelten Relativitätsfaktors γ in der weiteren Entwicklung der Speziellen Relativitätstheorie führt zu Schlüssen, die unsinnig sind. Warum sollte sich die Länge eines bewegten Stabes verändern, nur weil ich es aus einem, von mir kreïerten System beobachte? Dabei macht EINSTEIN noch nicht einmal einen Unterschied, ob sich der Stab (in Längsrichtung) auf mich zu bewegt oder von mir wegbewegt! Ähnlich verhält es sich mit Uhren. Immerhin spricht EINSTEIN noch von Uhren, die einem vergleichbaren Prozess wie der Stab unterworfen sind15 .

• Festzuhalten ist, dass EINSTEIN16  selbst einschränkt: Die klassische Modifikation betrifft jedoch im Wesentlichen nur die Gesetze für rasche (v ≈ c) Bewegungen, bei welchen die Geschwindigkeiten v der Materie gegenüber der Lichtgeschwindigkeit nicht gar zu klein sind. Um so mehr überrascht nicht nur die ziemlich unmotivierte Übernahme des falschen Relativitätsfaktors in die folgende Gleichung (statt: E = 0,5*m*v2 nun E’ = m*c2*[(1-v2/c2)-0,5 – 1]), sondern auch die dann von ihm zwar formal korrekt vorgenommene Reihenentwicklung

m*c2 + ½ *m*v2 + 3/8*m*v4/c2 + ……, jedoch sein Schluss: „Das dritte dieser Glieder ist gegenüber dem zweiten, in der klassischen Mechanik allein berücksichtigten, stets klein, wenn v2/c2 klein gegen 1 ist.“ widerspricht seiner vorn getroffenen Prämisse.

Wenn so die einmal getroffenen Vereinbarungen rücksichtslos übergangen werden, kann alles bewiesen  werden17 .


Die dubiosen Ergebnisse der Speziellen Relativitätstheorie werden von EINSTEIN in der Allgemeinen Relativitätstheorie, in der die Objekte sich nicht mehr gleichförmig bewegen, sondern, von wem oder was, beschleunigt werden, kommentarlos übernommen und eingebaut. 

• Als ein erstes Ergebnis dieser Betrachtungen soll die Krümmung von Lichtstrahlen beim Vorbeiflug an Sonnennähe immerhin 1,7 Bogensekunden betragen. Da Lichtsignale einzelne Photonen und keineswegs ein zusammenhängender Strahl sind, werden sie in Sonnennähe selbstverständlich durch deren ungeheures Gravitationsfeld abgelenkt. Diese Ablenkung mit einer genauen Zahl von Bogensekunden anzugeben, ist sehr mutig, denn diese Ablenkung muss auch durch mehr oder weniger grosse Nähe zur Sonnenoberfläche und damit durch die Stärke des zu durchmessenden Gravitationsfeldes beeinflusst werden. Allerdings wird in diesem Fall nicht das bewegte und beschleunigte Objekt der Betrachtung unterzogen, sondern Signale von emittierenden Objekten!

• Nebulös bleibt auch die Argumentation zum Verhalten von Uhren und Maßstäben18 . Z. B. lässt EINSTEIN offen, wie der Betrachter auf dem Bezugskörper K die rotierende Scheibe (s. Abb. 4) sieht, nämlich in der Position A, B oder auf allen möglichen Positionen dazwischen. 




Abb. 4

Bei dem Gedankenexperiment wird ein auf einer rotierender Kreisscheibe sitzender Beobachter von einem ruhenden System K aus betrachtet. Der Beobachter auf der Kreisscheibe soll im Mittelpunkt der Scheibe sitzen und somit gravitationsfrei sein. Gleichzeitig soll er (M) mit Uhren experimentieren, die sich einerseits bei ihm (M) und andererseits an der Peripherie der rotierenden Scheibe befinden. Dann setzt EINSTEIN stillschweigend voraus, dass seine Berechnungen bezüglich der Speziellen Relativitäts-theorie stimmen, also dass von K aus beurteilt die Uhr an der Peripherie der Scheibe dauernd langsamer geht als die Uhr in der Mitte der Scheibe. Nehmen wir nun das Beispiel A, dann haben beide Uhren keine Relativbewegung (weder Näherung noch Flucht) zum Beobachter auf K. Die Peripherieuhr hat zwar eine grössere Entfernung zu K als die mittige Uhr, aber diese Entfernungen bleiben bei der Rotation ständig konstant. Anders  bei dem Beispiel B. Die Distanz der mittigen Uhr bleibt trotz Rotation konstant, während sich die Peripherie-Uhr wechselnd nähert und entfernt. Man sollte also konstatieren, dass die Signale der letzteren Uhr ständigen (Sinusverhalten) Frequenzänderungen unterworfen sind. Diese Überlegungen sollten nicht nur für Uhren, sondern auch für Maßstäbe gelten. Die ganze Betrachtung in Hinsicht auf zusätzlichen Einfluss von Gravitationsfeldern wird so suspekt. Es ging ja bei den logischen Überlegungen zur Speziellen Relativitätstheorie immer um die Beobachtung von Ereignissen, die auf Körpern stattfinden, die sich vom Beobachter entweder direkt entfernen oder sich ihm direkt nähern. Die Signale von diesen Ereignissen kommen nur auf dem direkten Wege zum Beobachter und benötigen Zeit t, die durch Lichtgeschwindigkeit c und die Distanz s = c*t gegeben ist. Die Ergebnisse dieser Überlegungen nun auf die irgendwie gerichteten Bewegungen von Körpern generell zu übertragen ist unzulässig. Auch bei diesem Beispiel geht es nun hauptsächlich nicht mehr um die Beobachtung eines Phänomens, sondern um reales Verhalten eines Objektes.

• EINSTEIN schwärmt19  nicht nur von der Schönheit seiner Gravitationstheorie, die aus dem allgemeinen Relativitätspostulat abgeleitet worden ist, sondern behauptet auch, dass sie zwei wesensverschiedene Beobachtungsergebnisse (Lichtablenkung20  durch große Massen und die Perihelbewegung des Planeten Merkur) der Astronomie erklären kann. Die Perihelbewegung des Planeten Merkur ist aber durchaus und ziemlich genau durch die klassische Mechanik, nämlich durch Berechnung nach Kreiselgesetzen (Nutation und Präzession) zu erklären21 .

• Man weiss, dass der Weltraum keineswegs ein absolutes Vakuum besitzt. Allein das Licht (Photonen, Energiepakete, Quanten, Staub, etc.) unzähliger Sterne, das bis dahin noch keinen Empfänger gefunden hat und im Raum quasi vagabundiert, erfüllt den Raum mit Teilchen, die insgesamt die Geschwindigkeit des Lichts durch das Medium Raum etwas verringern können. Die dadurch verursachte Rotverschiebung des Lichtes muss also keineswegs durch Fluchtgeschwindigkeit der strahlenden Objekte (Ausdehnung des Alls) ausgelöst sein. Die Konsequenz dieser Betrachtung wäre ein nicht expandierendes Universum, dessen registrierbarer Rand nach heutigen Kenntnissen in einer Entfernung von ≈ 13,5*10^9 [Lj] vom Beobachter liegt. Die Signale von noch grösserer Distanz sind derart energiearm (bzw. langwellig), dass sie möglicherweise nur noch als Radiowellen wahrgenommen werden.

• EINSTEIN weist übrigens darauf hin22 , dass das Gravitationsfeld im Gegensatz zum elektrischen und magnetischen Feld eine höchst merkwürdige Eigenschaft hat, indem Körper, die sich unter ausschliesslicher Wirkung des Schwerefeldes bewegen, eine Beschleunigung erfahren, die weder vom Material noch vom physikalischen Zustande des Körpers im geringsten abhängt

Dazu ist zweierlei zu bemerken:

1. Wissenschaftlich sollte man sehr viel genauer zwischen den genannten Feldern unterscheiden. Die Ähnlichkeit besteht eigentlich nur darin, dass Kraftlinien von einem Wirkungszentrum ausgehen, die je weiter von diesem entfernt umso weniger pro durchdrungene Fläche (abhängig von r^2) werden. Man kennt ja auch noch das Strahlungsfeld.

2. Hier müsste EINSTEIN doch noch sagen,  dass zwei Massen (z.B. die Erde und ein auf sie zufallender Gegenstand) in der angegebenen Situation grundsätzlich auf einander zu fallen. D. h. die Erde (ME) fällt auf den Schwerpunkt (Index: SP) des Systems Gegenstand/Erde zu, ganz genau wie der Gegenstand (mG) auf diesen Schwerpunkt zu fällt. Hier können sich auf Grund der Massenverhältnisse schon unterschiedliche Fallgeschwindigkeiten und Beschleunigung (g = G*ME/rE÷SP2 = G*mG/rG÷SP2) ergeben. Im Übrigen wird dieser Unterschied in dem angegebenen Beispiel kaum wahrgenommen, aber das Prinzip sollte doch erwähnt werden.

• Wie EINSTEIN eigenwillig Zusammenhänge konstruiert, zeigt seine Argumentation zum raum-zeitlichen Kontinuum23 . So sagt er, dass bezüglich eines zweiten GALILEÏschen Systems die analogen Differenzen für diese beiden Ereignisse dx’, dy’, dz’, dt’ sind und stets die Beziehung gilt

dx2 + dy2 + dz2 – c2*dt2 = dx’2 + dy’2 + dz’2 – c2*dt’2

Diese Bedingung ist insofern unsinnig, indem beide Seiten gleich Null sind, denn c2*dt2 ist wertmässig genau das gleiche wie dx2 + dy2 + dz2. Die Abbildung 5 zeigt die Situation. Allerdings zeigt die Abbildung auch, dass die Koordinaten x1, x2 und x3 vom Beobachter aus gesehen das umgekehrte Vorzeichen besitzen müssen wie die Strecke c*dt, die das Signal vom emittierenden Objekt zurücklegen muß.

ds2 = dx2 + dy2 + dz2 = c2*dt2

Hier eine negative Wurzel [(-1)0,5*c*t] einzuführen, ist unwissenschaftlich.




Abb. 5


• Auch seine Betrachtungen über die Welt als Ganzes24  sind seltsam. Die NEWTONsche Theorie verlangt keineswegs eine Mitte der Welt. Vielmehr herrscht, so weit man beobachten kann, eine allgemeine Rotation der Massen um einen bevorzugten Systemschwerpunkt. Dieser Schwerpunkt (Abbildung 6: S.P.) betrifft stets zwei Massen, die sich einander relativ nahe sind, um den dann diese beiden Massen (Abbildung 6: M und m) rotieren (kreisförmig oder elliptisch). Kraftlinien (hellblaue Pfeile) sind keine Realität, sondern Symbole dafür, dass die Gravitations-Feldstärke einer Masse mit dem Quadrat der Distanz zu ihr abnimmt. In einiger Entfernung von einem rotierenden Massenpaar kann man davon ausgehen, dass beide Massen zusammen eine virtuelle Punkt-Masse (Abbildung 6: v.M.) im Schwerpunkt des Rotationssystems darstellen, von der nun im Fortgang neue Kraftlinien (dunkelblaue Pfeile) ausgehen, während die vorhergehenden „Kraftlinien“ überflüssig werden. Die Vorstellung25 , dass aus dem Unendlichen kommende „Kraftlinien“ jeweils bei einer im All befindlichen Masse enden, ist absurd. 





Abb. 6


In Abbildung 6 sind weiterhin grüne Punkte eingezeichnet, die jeweils Positionen zwischen den beiden beteiligten Massen M und m kennzeichnen, in denen die Gravitations-Feldstärke a = F/m = F/M  [m/s2] gleich ist. Unterhalb dieses Bereiches ist es ein Zufall, auf welche Masse z. B. ein Meteor fällt und dessen Masse erhöht.

• Das vorstehende Prinzip setzt sich nicht nur im Sonnensystem fort, wo jeder  hinzugerechnete Planet den erwähnten Schwerpunkt etwas von der Sonnenoberfläche entfernt, sondern auch in unserer Galaxie, in der das Sonnensystem eine virtuelle Punktmasse darstellt, die um einen (z. Zt. nicht bekannten) gemeinsamen Schwerpunkt rotiert. Zuletzt wird in unserer Galaxie eine Supermasse mit dem Rest der Galaxiemasse um einen gemeinsamen Schwerpunkt rotieren, wobei diese Supermasse durchaus ein Schwarzes Loch, also eine Masse sein kann, die selbst Lichtteilchen nicht mehr emittieren lässt.

• Zum Schluss seiner Ausführungen spekuliert EINSTEIN über die Gestalt des Universums und bringt eine Kugelwelt ins Kalkül. Wir können jedoch beobachten, dass nahezu alle Galaxien in der Form eines Diskus rotieren. Und diese Galaxien rotieren ebenfalls als Ganzes nahezu ohne Ausnahme in einer Ebene. Es ist also sehr viel naheliegender, das unseren Sinnen zugängliche Universum als eine gewaltige Scheibe (um nicht ein anderes ähnliches Wort zu benutzen!) aufzufassen. Die Begrenzung für menschliche Beobachtung (Rotlichtverschiebung bis unter die von Sensoren mögliche Erfassungstechnik) erlaubt keinen Blick oder Erkenntnis über das wirkliche Ausmaß des Universums.

• EINSTEINs Behauptung26 : Wir können deshalb die Beschaffenheit der Welt im grossen in rohester Annäherung erfahren, indem wir die Materie als ruhend behandeln, ist genau so falsch wie seine Auffasssung zu Uhren und Maßstäben27 .


Zur Abrundung des Themas noch ein paar Sätze zum s. g. Zwillingsparadoxon28

Zitat: 

Wer sich ein wenig mit Raumfahrtproblemen beschäftigt hat, wird gehört haben, daß Raumfahrer nicht so schnell altern wie ihre Brüder, die auf der Erde zurückgeblieben sind. Da jedoch für unsere heutigen Raumfahrer v/c « 1 gilt, kann der Effekt praktisch vernachlässigt werden. Wenn dagegen jemand mit Lichtgeschwindigkeit fliegen könnte, würde er überhaupt nicht altern. Wie wir gesehen haben, verlangsamen sich für einen Beobachter auf der Erde alle Uhren und physikalischen Prozesse (einschließlich des Lebens) innerhalb eines Raumschiffs um einen Faktor γ = (1 - v2/c2)0,5, wenn sich das Raumschiff mit der Geschwindigkeit v fortbewegt [s. Gl. (8-5)].

Zitat Ende.

Diese Behauptungen sind blanke Phantasterei.

• Die oben erwähnte Gleichung ist wie w. o. gezeigt, auf einer falschen Prämisse entwickelt worden. Man meint fälschlich, Annäherung und Flucht würden sich gleichermaßen auswirken. Theoretisch würde sich im Falle, wie er im Zitat geschildert wird, der Raumfahrer mit allen seinen aktuellen Signalen vom irdischen Beobachter entfernen und wenn er umkehren könnte, mit Signal gemeinsam wieder die Erde erreichen. Der irdische Beobachter hätte also zunächst den Eindruck, der Raumfahrer bliebe jünger, muß aber bei Rückkunft feststellen, daß der Reisende nun umso schneller gealtert ist. Die Illusion, ein schneller Raumfahrer würde vom Alter verschont, ist unmöglich.

Wenn ein Raumfahrer sich von der Erde entfernen sollte und nach einer gewissen Zeit wieder zurückkommen möchte, kann er das keinesfalls so abrupt (Umkehrpunkt) tun, wie hier angenommen. Er wird also die Gravitation einer anderen Masse nutzen müssen, um seine Flugrichtung zu ändern. Dabei wird er kaum feststellen können, daß er sein Bezugssystem ändert. Er wird also stets das Gefühl haben, geradeaus zu fliegen. Die von ihm emittierten Signale gehen von seinem System ständig in Lichtgeschwindigkeit nach allen Richtungen aus. D. h. auch die Lichtsignale denken nicht daran, ihr Bezugssystem zu ändern.

Wenn Erdbewohner und Raumfahrer die Uhrensignale des jeweils anderen Partners empfangen können, stellen sie selbstverständlich fest, dass sie vom Anderen alte Signale bekommen (genau wie wir das Licht der Sonne empfangen, das ca. 8 Minuten alt ist).

Zitat (w. o .): 

Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heute akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.

Zitat Ende.

• Die Überzeugung des Herrn OREAR ist nicht so vertrauenswürdig. In dem hier besprochenen Lehrbuch sind so viele Fehler und Ungenauigkeiten, die sicher auch ungesehen von anderen Autoren übernommen wurden, dass auch die oben genannte Überzeugung kaum für andere relevant sein dürfte. Es überzeugt auch nicht, daß seiner Ansicht nach nur zwei Physiker etwas anderes meinen.

Zitat (w. o. ): 

Eine weitere Bestätigung gelang mit Hilfe zweier Cäsium-Atomuhren. 1 Sekunde entspricht nach Definition 9 192 631 770 Perioden einer solchen Uhr. Im Oktober 1971 wurde eine Reihe solcher Uhren miteinander verglichen. Einige wurden mit kommerziellen Düsenflugzeugen um die Welt geflogen, die anderen blieben als Referenzuhren im US Naval Observatory. Nach der speziellen Relativitätstheorie sollten die bewegten Uhren im Vergleich zu den ruhenden Uhren (184 ± 23) [ns] nachgehen. Die gemessene Zeitdifferenz betrug (203 ± 10) [ns], so daß Theorie und Experiment im Rahmen der Fehlergrenzen übereinstimmten.

Zitat Ende.

Wie die Experimentatoren zu diesen Ergebnissen gekommen sind, ist ein Rätsel. Das Experiment hätte nicht funktionieren dürfen, denn die Relativitätstheorie beruht auf der Annahme von vergleichenden Beobachtungen an ruhenden Objekten und Objekten, die sich von den ersteren außerordentlich schnell direkt entfernen, oder sich ihnen nähern. Das tun selbst aber die relativ langsam fliegenden Düsenflugzeuge nicht. Sie passieren die Referenzstelle, entfernen und nähern sich ihr mit sich ändernder Geschwindigkeit  (+v > 0 > -v), damit entsprechen sie nicht der Prämisse der Theorie. Welche Rolle spielt bei diesem Experiment überhaupt die sonst involvierte Lichtgeschwindigkeit c? Es drängt sich der Verdacht einer ErgebnisManipulation auf.


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           [1]       Siehe die Veröffentlichungen von Stephen Hawking.

           [2]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie,               Vieweg-Verlag, 1997  und

                  A. Einstein; Grundzüge der Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1990

           [3]       G. Dinglinger, <http//kritiphys.com.> Einstein un die Grundzüge der Relativitätstheorie, sowie Einstein und die Relativitätstheorie.

           [4]       negative Werte, wie bei einer Sinuswelle, fehlen!

           [5]       A. Einstein, Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg Verlag, Braunschweig1988, 

           [6]       Hendrick Antoon Lorentz , Lorentz-Transformation (dazu: s. Wikipedia, Referenzen)

           [7]       Jay Orear, Physik; C. Hanser Verl., München 1982/1985; Kap. 8, S. 146

           [8]       A. Einstein, Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg Verlag, Braunschweig1988, S.        39.

           [9]       Jay Orear, Physik; C. Hanser Verl., München 1982/1985; Kap. 8, S. 147

           [10]       Jay Orear, Physik; C. Hanser Verl., München 1982/1985; Kap. 8, S. 145

           [11]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 11, S. 21

           [12]       J. Orear; Physik, C. Hanser Verl., München, 1985, Kap. 8-3, S. 151     (zur Zeitdilatation)

           [13]       Die Rohre symbolisieren die Tatsache, dass die Passage von Lichtpulsen vom passierten Beobachter nicht registriert werden können.

           [14]       J. Orear; Physik, C. Hanser Verl., München, 1985, Kap. 8-2, S. 149

           [15]       in späteren Veröffentlichungen anderer Autoren werden wir sehen, dass versucht wird, mit Uhren die R. T. zu beweisen, die den Beobachter oder die Meßstation passieren!

           [16]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 15, S. 29

           [17]       siehe Ruhemasse!

           [18]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 23, S. 51 ff.

           [19]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 29, S. 67

           [20]       siehe weiter oben

           [21]       G. Dinglinger; Überlegungen zur Präzession von Planeten, Korona, Astronomischer Arbeitskreis, 29. Jahrg., Nr. 86, April 2001, S. 13÷16

           [22]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 20, S. 42

           [23]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 26, S. 61

           [24]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 30, S. 69

           [25]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 30, S. 70, Fussnote: Begründung.

           [26]       A. Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Vieweg-Verlag, 1997, Kap. 32, S. 75

           [27]       s. w. v.

          [28]     Jay Orear, Physik; C. Hanser Verl., München 1982/1985; Kap. 8, S. 161 f.f.

 

aktualisiert am: 10.04.2011


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