(Mai 2011)
Zusammenfassung
In diesem Aufsatz wird an Hand einer seiner Schriften (s. Fußnote [i]) gezeigt, wieso die Spezielle Relativitätstheorie fehlentwickelt wurde, wobei EINSTEIN fatale logische und auch mathematische Fehler unterlaufen sind und wie er selbst gesetzte Voraussetzungen, unter denen die Relativitätstheorie zu gelten hat, ignorierte. Weil andere Artikel in dieser WebSite (s. oben , <www.dinglinger-drg.de> oder <www.kritiphys.com>) offensichtlich kaum wahrgenommen worden sind, wurde in der Folge etwas populär-wissenschaftlich formuliert. Am Schluss werden Konsequenzen bezüglich allgemeiner Relativitätstheorie bzw. Kosmologie diskutiert.
A. Einstein beschreibt in einem seiner Aufsätze[i] weshalb und wie er zur Entwicklung der Speziellen Relativitätstheorie kam und nannte auch Bedingungen, unter denen sie zu gelten hat:
1) Eine seiner
ersten Bedingungen nennt er in § 3[ii]
: „Dann sehe ich …“
Lorentz
und auch Einstein haben ihre
Theorie entwickelt, um Vorgänge zu beschreiben, die sich in unterschiedlichen
Koordinatensystemen ereignen und vom jeweils anderen Koordinatensystem aus beobachtet bzw. gemessen werden. Da das nur mittels Lichtsignalen möglich
ist, mussten sie die Lichtgeschwindigkeit mit berücksichtigen. Das führte auch
zur Entwicklung eines Relativitätsfaktors „Gamma (g)“
durch Einstein. Das
Missverständnis ist jedoch die Gleichsetzung der Objektgeschwindigkeit ( ± v ) mit der Lichtgeschwindigkeit (+c), die weitgehend konstant und für
die Übermittlung der Objektsituationen an einen Beobachter zuständig ist.
Normale
Bewegungen, d. h. solche, die sich unter klassischen Bedingungen (v «
c) abspielen, müssen dabei nicht berücksichtigt werden, da sie
mit der Lichtgeschwindigkeit überhaupt nicht vergleichbar sind. Sollten sich
jedoch Objekte so schnell
bewegen, daß ihre Geschwindigkeit in die Nähe der Lichtgeschwindigkeit kommt, sind sie ein Fall für die Spezielle
Relativitätstheorie. Diese Prämisse
verlässt Einstein im Laufe seiner
Ausführungen mehrfach. Darauf weise ich in meinen Aufsätzen[iii]
mehrfach hin.[iv]
2) „Benutzen wir[v]
nun ein Koordinatensystem, welches mit der Erde starr verbunden ist, so
beschreibt relativ zu ihm jeder Fixstern im Laufe eines astronomischen Tages
einen Kreis von ungeheurem Radius, im Widerspruch mit dem Wortlaut des
Trägheitsgesetzes.“
Diese Argumentation ist nicht
besonders hilfreich. Denn
a) rotiert
die Erde und der irdische Beobachter meint, der Fixstern bewege sich, und
b) selbst wenn der Beobachter berechnen kann, wie sich der Fixstern bewegt, wird die Bewegung relativ zur Erde kaum gleichförmig sein, und
c) Der
Beobachter bekommt Lichtsignale aus einer Richtung, die mit der Bewegungsrichtung
und
Geschwindigkeit des Sterns keine Gemeinsamkeit hat.
3) „Der schon oft
betrachtete Eisenbahnwagen[vi]
fahre mit der konstanten Geschwindigkeit v
auf dem Geleise. Im Eisenbahnwagen durchschreite ein Mann den Wagen in dessen
Längsrichtung, und zwar in Richtung der Fahrt mit der Geschwindigkeit w. …
…
Er legt also in der betrachteten Sekunde relativ zum Bahndamm im ganzen die Strecke W = v + w zurück.“
Hier beginnt Einstein einen
fatalen Fehler[vii] in seine
Theorie einzubauen (s. a. Punkt 4):
4) „Natürlich
müssen wir den Vorgang der Lichtausbreitung wie jeden anderen auf einen starren
Bezugskörper (Koordinatensystem) beziehen. …
…
Es ist leicht ersichtlich , daß hier die Betrachtung des vorigen Paragraphen
Anwendung finden kann; denn der relativ zum Eisenbahnwagen laufende Mann spielt
die Rolle des Lichtstrahles.“
Die Lichtgeschwindigkeit c ist (im vollkommen leeren Raum) konstant
und eine universelle Grenzgeschwindigkeit[viii].
Sie ist nicht die Geschwindigkeit eines Objektes, sondern die der Signale, die
von dem betrachteten Objekt zu einem Beobachter gelangen. Einstein sieht das
anders[ix].
Er addiert sogar Objekt- und Lichtgeschwindigkeit, obwohl beide keineswegs
stets die gleiche Geschwindigkeitsrichtung besitzen. Die Gleichsetzung der
beiden Geschwindigkeits-Charaktere[x]
muss zu unmöglichen Ergebnissen in der Theorie-Entwicklung führen.
Ein Objekt kann
sich beliebig (Richtung und
Geschwindigkeit) im Raum bewegen und sendet Signale von seiner
jeweiligen Position und seinem jeweiligen Zustand radial, direkt und nach allen
Richtungen immer in Lichtgeschwindigkeit aus. Nur die Lichtsignale, die einen
Beobachter direkt treffen sind für ihn überhaupt zu bemerken. Alle anderen
Signale, also die Mehrzahl von ihnen, werden möglicher Weise von anderen
Beobachtern registriert. Eine derartige Addition von Objekt- und Lichtgeschwindigkeit
verbietet sich grundsätzlich.
5) „Längs[xi]
des Bahndammes werde ein Lichtstrahl gesandt, dessen Scheitel sich nach dem
vorigen mit der Geschwindigkeit c
relativ zum Bahndamm fortpflanzt. Auf dem Geleise fahre wieder unser
Eisenbahnzug mit der Geschwindigkeit v, und zwar in derselben Richtung, in der sich der Lichtstrahl
fortpflanzt, aber natürlich viel langsamer.“
Dieses Beispiel sagt alles über
das vorliegende Missverständnis aus: Hier wird unzulässig die Objektgeschwindigkeit
mit der Signalgeschwindigkeit verknüpft. Das Objekt kann sich in eine bestimmte
Richtung bewegen, das Licht jedoch vom Objekt in alle Richtungen radial
ausgehend von diesem Emissionsort. Nur die Signale, die einen Beobachter
treffen sind relevant. Alle anderen Signale verlieren sich im Raum.
Kein Objekt im leeren Raum kann
seine eigene gleichförmige, absolute Geschwindigkeit feststellen. Es besteht
einzig die Möglichkeit, seine zu anderen bewegten Objekten relative
Geschwindigkeit zu anderen gleichförmig bewegten Objekten zu beurteilen.
Zweckmäßiger Weise setzt man die
Geschwindigkeit solcher Objekte positiv (+v) ein, wenn sie sich dem Beobachter
nähern und negativ (-v), falls sie sich vom Beobachter entfernen. Einander in
einigermaßen Nähe passierende Objekte sind völlig anders zu beurteilen, da sich
die Geschwindigkeiten stets im Bereich +v ≥ 0 ≥ -v bewegen.
Wie unter Punkt 4 gesagt, ist
Licht nur dort relevant, wo es von einem Sensor empfangen wird. Dieser Sensor
kann Auge, Photozelle, Reflektor, etc. sein. Die Pulse breiten sich im Raum
aus, ohne daß bisher jemand feststellen konnte, daß sie auf ihrem Wege Energie
verlieren würden. Licht, das an einem Sensor vorbeifliegt, ist für den Sensor
quasi nicht vorhanden[xii].
Das heißt aber auch: Signale,
die vom Beobachter ausgehen, können von ihm nicht mehr beobachtet werden. Der
Beobachter müsste die Signale überholen, um von ihnen frontal getroffen zu
werden. Da die Lichtgeschwindigkeit eine Grenzgeschwindigkeit ist, wird so
etwas nie möglich sein. Insofern ist auch die Addition von Objekt- und
Signalgeschwindigkeit Unsinn.
Die Lorentzschen und Einsteinschen
Überlegungen sind immer dann falsch,
wenn sie auch vorbeifliegendes Licht mit einbeziehen (s. Punkt 4).
Bei vorbeifliegenden Objekten
muß nämlich berücksichtigt werden, daß Signale von diesen Objekten stets direkt
aus der jeweils aktuellen Position emittiert werden. Die relative
Geschwindigkeit des Objektes zum Empfänger ändert sich dagegen laufend (+v
≥ 0 ≥ -v).
Es ist durchaus zweckmäßig,
mehrere Koordinatensysteme einzurichten, um Ortsbestimmung von bewegten
Objekten auf anderen bewegten (größeren)
Objekten vorzunehmen. Für gleichförmige Bewegung von Objekten auf einander zu,
ist so etwas unnötig.
Die Geschwindigkeit der Signale
von diesen Objekten zu eventuellen Beobachtern auf den beteiligten Objekten in
die Berechnung einzubeziehen ist jedoch nicht statthaft. Diese Einwände
berücksichtigend, ist der Einsteinsche
Relativitätsfaktor Gamma [g = (1 – (v/c)2)(-0,5)]
nicht korrekt, sondern es gilt der Relativitätsfaktor nach Doppler (1 – v/c),
Wobei die Lichtgeschwindigkeit c
stets positiv und die
Objektgeschwindigkeit v bei Annäherung positiv und v bei
Flucht negativ einzusetzen ist.
6) Zur Lorentz-Transformation schreibt Einstein[xiii]:
„Ist eine Relation zwischen Ort und Zeit der einzelnen Ereignisse in Bezug auf
beide Bezugskörper denkbar, derart, daß jeder Lichtstrahl relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug die Ausbreitungsgeschwindigkeit c besitzt? …
…
und weiter[xiv]: „Die
Beziehungen müssen so gewählt werden, daß dem Gesetz der Vakuumfortpflanzung
des Lichtes für einen und denselben Lichtstrahl[xv]
(und zwar für jeden) in bezug auf K
und K’[xvi]
Genüge geleistet wird.“
Es kann nicht um unabhängige
Lichtstrahlen gehen! Sondern die Lichtsignale vom fahrenden Zug werden radial
nach allen Richtungen, also auch in Richtung des Beobachters emittiert. Dieser
Beobachter kann sich auf dem Bahndamm in einiger Entfernung zum auf ihn
loseilenden Zug befinden, aber auch seitlich am Bahndamm, oder im Zug. Vom Zug
jedenfalls werden die Signale in der Geschwindigkeit c emittiert. Die vom
Beobachter willkürlich eingerichteten Koordinatensysteme interessieren die
Signale überhaupt nicht. Da es bei relativen Flucht- oder Kollisionsgeschwindigkeiten
einerlei ist, ob sich das sendende Objekt auf den ruhenden Beobachter zubewegt
oder umgekehrt, ist es einsichtig, daß z. B. das ruhende Objekt Signale in der
Geschwindigkeit[xvii] c
aussendet, oder ob der Beobachter ruht, auf den der emittierende Sender
zufährt. Es ist jedoch zu erwarten, daß die Folge (Frequenz) der Signale in beiden Fällen schneller wird.
Die Signalgeschwindigkeit c bleibt jedenfalls erhalten.
Insofern ist der Ansatz der Lorentz-Transformation, also
Gleichbewertung von Licht- und Objektgeschwindigkeit, ein schwerer gedanklicher
Fehler.
7) Die beiden
hervorragenden Mathematiker[xviii]
erklären verzerrte Beobachtungen (z. B. Längenverkürzung)
zur Realität[xix].
Diese Auffassung stört gewaltig:
Ich meine ja auch nicht beim Blick in den Spiegel, daß dort hinten
seitenverkehrt ein reales „Ich“ steht. Typisch dazu ist Einsteins Auffassung zum Verhalten bewegter Stäbe und Uhren[xx]
Wenn also, wegen ihrer hohen relativen
Objektgeschwindigkeit, durch die Beobachtung, die nur durch Lichtsignale
wahrgenommen werden kann, eine vermeintliche Bewegung konstatiert wird, dann
sollte der versierte Beobachter die reale Bewegung des Objektes rückrechnen
können. Somit ist auch nicht einzusehen, daß die kinetische Energie eines sehr
schnell bewegten Teilchens entgegen der klassischen Physik nicht mehr m*v2/2, sondern
m*c2*(1 – v2/c2)-0,5 sein soll[xxi].
Mir drängt sich der Verdacht auf, daß diese Manipulation vorgenommen wurde, um
bei einer Reihenentwicklung auf die Formel E ≈ m*c2 + 0,5*m*v2 (Ruhmasse
plus kinetische Energie der Masse) zu kommen. Hinzu kommt, daß Einstein, entgegen der ursprünglichen
Prämisse von v ≈ c, plötzlich bei der Reihenentwicklung v/c « 1 fordert. Nun
kann er auch die, bei der Reihenentwicklung ab dem dritten Glied auftretenden
Glieder, vernachlässigen. Das ist grob unzulässig und deshalb eine
Manipulation. Die niedrigen Geschwindigkeiten v « c treten auch bei klassischen
Bewegungsabläufen (Frontalaufprall zweier
Autos) auf und dennoch würde niemand hier die Relativitätstheorie
Einsteins bemühen.
8) Einstein
schreibt[xxii]:
„Daß wir aus den Transformationsgleichungen etwas über das physikalische
Verhalten von Maßstäben und Uhren erfahren müssen, liegt a priori auf der
Hand.“
Aus der vorangegangenen Kritik
ist ersichtlich, daß sich die Länge eines schnell bewegten Stabes einzig durch
die relative Bewegung zum Beobachter keineswegs ändert. Der Unfug zeigt sich
schon bei folgender Annahme: Diametral zum bewegten Stab befinden sich zwei
Beobachter. Auf den ersten rast der Stab zu (+v), vom zweiten flüchtet er (-v).
Wird der Stab nun real länger oder kürzer, bzw. wird er real kürzer in beiden
Fällen? Antwort: Der Stab behält seine ursprüngliche Länge. Die Signale, die
vom Anfang und Ende des Stabes (und
dazwischen) ausgehen, besitzen die gleiche Geschwindigkeit. Da
man den Stab als ruhend und die Beobachter bewegt annehmen kann (und umgekehrt), werden von der
Staboberfläche zeitlich identische Signale emittiert. Die Beobachter sammeln entsprechend
ihrer zu dem Stab relativen Näherungs- oder Fluchtgeschwindigkeit die Signale in schnellerer, bzw. langsamer Folge
auf. Das bedeutet: gleiche Frequenzänderung bei Signalen von Anfang und Ende
des Stabes, jedoch niemals reale Verkürzung der Stablänge!
9) Da wir[xxiii]
Uhren und Maßstäbe in praxi nur mit Geschwindigkeiten bewegen können, die klein
sind gegen Lichtgeschwindigkeit c, so werden die Ergebnisse des vorigen Paragraphen[xxiv]
kaum mit der Wirklichkeit verglichen werden können.
Warum dann diese Berechnungen, wenn sie
nichts mit der Relativitätstheorie zu tun haben?
10) Bisher ging es
um das Problem, wie die Geschwindigkeiten verschiedener Systeme die Darstellung
der Objekte in diesen Systemen vice versa durch die Lichtgeschwindigkeit
beeinflussen.
Einstein spricht[xxv]
von gleichgerichteten Geschwindigkeiten und setzt nun voraus, daß in gleiche
Richtung weisende Lichtgeschwindigkeit c
und Geschwindigkeit des Emissionsobjektes +v addiert werden können.
Dagegen spricht die
Voraussetzung zur Relativitätstheorie, nämlich Konstanz und Grenzwert der Lichtgeschwindigkeit (c + v wäre > c).
11) „Wir[xxvi]
werden im Sinne des Relativitätsprinzips jedenfalls vorauszusetzen haben, daß relativ
zur Flüssigkeit
die Lichtausbreitung immer mit derselben Geschwindigkeit w erfolgt, mag die
Flüssigkeit relativ zu anderen Körpern bewegt sein oder nicht.
Es ist
klar, daß hier die wieder die Aufgabe des § 6 vorliegt. Die Röhre spielt die
Rolle des Bahndammes bzw. des Koordinatensystems K, die Flüssigkeit die
Rolle des Wagens bzw. des Koordinatensystems K’, das Licht endlich die
Rolle des im Wagen laufenden Mannes bzw. des bewegten Punktes in diesem
Paragraphen.“
Hier wird endgültig alles durcheinander
gebracht: Koordinatensysteme sind völlig überflüssig. Der Versuchsaufbau[xxvii]
besteht aus einer Emissionsquelle (halbdurchlässiger
Spiegel),
von der Licht in gleicher bzw. entgegengesetzter Richtung zur Strömung des zu
durchlaufenden Mediums (Flüssigkeit) geschickt wird. Das
Medium (eventuell
Wasser)
hat eine Brechzahl n > 1, von der man annimmt, daß sie sich auf der zu
durchlaufenden Strecke nicht ändert. Also sollte auch die
Lichtgeschwindigkeit w < c konstant
sein, jedoch geringer als im Vakuum. Der Spiegel S2 und der
Interferenzschirm I spielen gewissermaßen den Beobachter. Ruht das Medium,
bleibt die Lichtgeschwindigkeit darin konstant entsprechend der Brechzahl.
Fließt dagegen das Medium mit konstanter Geschwindigkeit, werden in der oberen
Strecke die Abstände zwischen den Lichtpulsen größer, in der unteren Strecke
dagegen kleiner. Es besteht also kein Grund, die Gleichung B[xxviii]
zu bemühen
Im Übrigen:
Es wird ausgerechnet in dem
Bereich, in dem sich Δc befindet (ca. 5 bis 10 m/s), in den Formel
„genähert“. Einstein übersieht
wahrscheinlich absichtlich die Prämisse, unter der die Lorentz-Transformation ausgearbeitet wurde. Denn es wurde
ausdrücklich postuliert, daß bei v « c oder v « cM die gewöhnliche,
nichtrelativistische Galileï
-Transformation gilt.
Es ist selbst bei Fizeau nicht notwendig, die Gleichung
Δc ≈
c2 / (4*l *n*n2) zu
vereinfachen, sondern die Formel muss richtig aufgelöst werden:
Δc =
(cM2 + (2 * l
*n)2)0,5 - 2 * l * n
und daß bei den Versuchen stets
v « c, bzw. v « cMedium ist.
c’Fizeau =
cMedium + Dc = cMedium + v * (1 – 1/n2)
c‘Einstein =
(cMedium + v) * (1 – v*cMedium/c2)
c‘Fizeau/c‘Einstein =
cMed. / (cMed. + v) + v / (cMed. + v)*(1 – 1/n2*(1
+ v / cMed. – v* cMed. / c2))
Ist
v = 0, dann wird
c‘Fizeau/c‘Einstein =
1
Die
Übereinstimmung hängt also maßgeblich von der Fließgeschwindigkeit des Mediums
(hier z.B. Wasser) ab. Je höher die Geschwindigkeit v, umso geringer die
Übereinstimmung.
12) In § 14
schreibt Einstein: „Jedes
allgemeine Naturgesetz muß so beschaffen sein, daß es in ein Gesetz von genau
gleicher Fassung übergeht, wenn man statt der Raum-Zeit-Variablen x, y, z, t des ursprünglichen Koordinatensystems K neue Raum-Zeit-Variable x’, y’, z’, t’ eines Koordinatensystems K’ einführt, wobei der mathematische Zusammenhang
zwischen den gestrichenen und ungestrichenen Größen durch die Lorentz-Transformation gegeben ist“.
Mathematisch mag diese Forderung
richtig sein. Die Frage ist allerdings, ob sich die Natur danach richtet. Auf
jeden Fall ist es falsch, auch die Geschwindigkeit von Signalen in diese
Zwangsjacke zu stecken.
13) „Nach der
Relativitätstheorie[xxix]
wird die kinetische Energie eines materiellen Punktes von der Masse m nicht mehr durch den bekannten Ausdruck
E =
m * v2/2 gegeben, sondern durch den Ausdruck
E =
m * c2 * (1/(1-v2/c2)0,5 – 1)“
Diese Entscheidung ist mehr als
mutig. Beobachtung, insbesondere bei Signalübermittlung in Lichtgeschwindigkeit,
muß wenig mit realem Zustand des Objektes zu tun haben. In seiner Arbeit sollte
Einstein zumindest erwähnen, wie
er zu obiger Beurteilung kommt. Unter Punkt 7 sind Gegenargumente bereits
angeführt.
14) „Bei unserem
viel benutzten Beispiel[xxx]
vom Bahndamm und vom Eisenbahnwagen kann die Tatsache der hier stattfindenden
Bewegung mit gleichem Rechter in den beiden Formen gesprochen werden:
a)
der Wagen bewegt sich relativ zum Bahndamm,
b)
der Bahndamm bewegt sich relativ zum Wagen. …
…
so lauten[xxxi] diese
allgemeinen Naturgesetze (z. B. die Gesetze der Mechanik oder das Gesetz der
Lichtausbreitung im Vakuum) genau gleich in beiden Fällen.“
Auch hier muß der
Vollständigkeit wegen auf die notwendig unterschiedliche Behandlung der Objekt-
und Lichtgeschwindigkeit hingewiesen werden.
15) „Das
Gravitationsfeld[xxxii] weist im
Gegensatz zum elektrischen und magnetischen Felde eine höchst merkwürdige
Eigenschaft auf, welche für das Folgende von fundamentaler Bedeutung ist. Körper,
die sich unter ausschließlicher Wirkung des Schwerefeldes bewegen, erfahren
eine Beschleunigung, welche weder vom Material noch vom physikalischen
Zustandes des Körpers im geringsten abhängt.
Ein Stück Blei und ein Stück Holz fallen beispielsweise im Schwerefelde (im luftleeren
Raume) genau gleich, wenn man sie ohne bzw. mit gleicher Geschwindigkeit fallen
lässt.“
Zunächst einmal ist
die elektrische Feldstärke E einer einzelnen Ladung Q auch nur abhängig vom
Abstand r zu deren Zentrum und von der Ladungsstärke Q:
E =
k0 * Q / r2 [V/m] ≡ [kg/C * m/s2], wobei
k0 eine typische Konstante ist.
Das Gleiche gilt für
das Gravitationsfeld:
a =
G * M / r2 [m/s2]. Auch
hier ist die Beschleunigung a nur abhängig von der Größe der gravitierenden
Masse M und dem Abstand r zu ihrem Zentrum. G ist wieder die typische
Konstante.
Man kann also kaum
von einem merkwürdigen Gegensatz sprechen.
Da die Beschleunigung
a grundsätzlich nur ein Ausdruck dafür ist, wie sich die Geschwindigkeit eines
Körpers pro Zeiteinheit ändert, kann man nicht erwarten, dass sie von Material
(Blei oder Holz) und physikalischem
Zustand dieses Körpers abhängt.
a =
dv /dt = d2x /dt2 [m/s2]
Nehmen wir nun, wie Einstein auf Seite 43 formuliert, das Newtonsche Bewegungsgesetz
FN =
Mtr * a [N] und
das Gesetz des Schwerefeldes
FS =
Msch * g [N], dann
folgt aus beiden Relationen
a =
Msch / Mtr * g * FN / FS
Da wir voraussetzen,
dass FN = FS, und wir anerkennen, dass a ebenso wie g
eine Beschleunigung
ist, die den gleichen Gesetzen unterliegt (Änderung der Geschwindigkeit pro
Zeiteinheit),
ist die Folgerung Mt = Msch völlig korrekt.
Im Übrigen: Ein
Schwerefeld ist nicht einfach so da, sondern es geht von einer Masse M1
aus. Der Körper M2, der sich unter dem Einfluß dieses Schwerefeldes
bewegt, besitzt ebenfalls ein Schwerefeld. Beide Körper bewegen sich im
allgemeinen auf (elliptischen) Umlaufbahnen um ihren gemeinsamen Schwerpunkt
und auf beide Körper wirken Fliehkräfte bzw. Beschleunigung. Sollte jedoch
dieses Gleichgewicht gestört sein, würden (und werden) beide Körper aufeinander zu fallen, der
schwerere langsamer als der leichtere. D. h. genau betrachtet fallen die Körper
entsprechend ihrer jeweiligen Masse aufeinander zu.
16) „Wie schon mehrfach erwähnt,
geht die klassische Mechanik von dem Satze aus[xxxiii]:
Von anderen materiellen Punkten hinreichend entfernte materielle Punkte bewegen
sich geradlinig gleichförmig oder verharren im Ruhezustande. Wir haben auch
mehrfach hervorgehoben, dass das Grundgesetz nur gültig sein kann für
Bezugskörper K
von gewissen ausgezeichneten Bewegungszuständen, welche Bezugskörper relativ zueinander
sich in gleichförmiger Translationsbewegung befinden. Relativ zu anderen
Bezugskörpern K'
gilt der Satz nicht.“ …
Physiker sollten diese Auffassung als eine
für Berechnungen bequeme Näherungslösung begreifen. Selbstverständlich bewegen
sich alle Körper im Raum (Universum) unter dem Einfluß
anderer Massen, d. h. sie rotieren um einen Schwerpunkt, den sie gemeinsam (z. B. zwei relativ nahe zueinander
positionierte Massen)
haben. Sind die Entfernungen zwischen solchen Massen sehr groß, sind die
Bewegungen entsprechend langsam und können wie gradlinig gleichförmig in die
Rechnung eingehen, ohne das Ergebnis allzusehr zu verfälschen. Dieses allgemeine universelle Prinzip sollte
man stets im Auge behalten.
…“Sowohl in der klassischen Mechanik wie
in der speziellen Relativitätstheorie unterscheidet man demgemäß zwischen
Bezugskörpern K,
relativ zu denen die Naturgesetze gültig sind, und zwischen Bezugskörpern K’, relativ zu welchen die
Naturgesetze nicht gelten.“
Diese Unterscheidung sollte man so schnell
wie möglich vergessen. Es wird übrigens sehr schwer sein, Bezugskörper zu
finden, die sich relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung
befinden. Die Fußnote auf Seite 48 ist seltsam, denn Körper, die im Raum
gleichmäßig rotieren, müssen sich von anderen Körpern nicht unbedingt
transversal entfernen. Für diesen Fall stehen aber andere Berechnungsmethoden
zur Verfügung.
17) „Ein neues Ergebnis[xxxiv]
von fundamentaler Wichtigkeit erhält man aber, wenn man die entsprechende
Überlegung für einen Lichtstrahl durchführt. Gegenüber dem GalileÏschen Bezugskörper K pflanzt sich dieser in
gerader Linie mit der Geschwindigkeit c fort. In bezug auf den beschleunigten
Kasten (Bezugskörper K’) ist, wie leicht abzuleiten ist, die Bahn
desselben Lichtstrahles keine Gerade mehr.“
Der Autor dieser Arbeit hat darin mehrfach
darauf hingewiesen und entsprechende Argumente angeführt, nicht von
Lichtstrahlen sondern von Lichtquanten zu sprechen. Jedes dieser Teilchen
transportiert individuelle Information über aktuellen Zustand vom Ort seiner
Emission geradlinig in den Raum. Da man davon ausgehen kann, daß jedes Teilchen
eine, wenn auch sehr geringe Masse besitzt, müsste es beim nahen Vorbeiflug an
großen Massen durch deren Gravitationsfeld abgelenkt werden. Der geradlinige
Flug kann deshalb nur eine Näherungsbetrachtung in speziellen Fällen sein.
18) „Zweitens[xxxv]
aber zeigt diese Konsequenz, daß nach der allgemeinen Relativitätstheorie das
schon oft erwähnte Gesetz von der Vakuumlichtgeschwindigkeit, das eine der
beiden grundlegenden Annahmen der speziellen Relativitätstheorie bildet, keine
unbegrenzte Gültigkeit beanspruchen kann. Eine Krümmung der Lichtstrahlen kann
nämlich nur dann eintreten, wenn die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes
mit dem Ort variiert.“
Schon aus den Kommentaren zur speziellen
Relativitätstheorie war ersichtlich, daß die absolut gerade und konstante
Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum eine für die notwendigen Berechnungen
vereinfachende Näherung ist. Daß „die spezielle Relativitätstheorie kein
unbegrenztes Gültigkeitsgebiet beanspruchen kann“ geht eben auch aus der hier
erfolgten Kritik hervor.
19) „Bei dem eben[xxxvi]
behandelten Beispiel der Lichtausbreitung haben wir gesehen, daß das allgemeine
Relativitätsprinzip uns in den Stand setzt, den Einfluß des Gravitationsfeldes
auf den Ablauf von Vorgängen auf theoretischem Wege abzuleiten, deren Gesetze
für den Fall des Fehlens eines Gravitationsfeldes bereits bekannt sind.“
Auch die Entwicklung der speziellen
Relativitätstheorie kann prinzipiell nicht darauf verzichten,
Gravitationsfelder zu berücksichtigen. Allerdings sollte stets im Hinterkopf
der Punkt 18) bedacht werden, daß in der Ausgangslage Näherungen vorgenommen
worden sind. Grundsätzlich werden alle Bewegungen im Universum von Gravitation
und die dadurch verursachte Beschleunigung beeinflusst, bzw. beherrscht. Das System Erde÷Mond rotiert
um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Sowohl Erde als auch Mond besitzen ein
Gravitationsfeld, deren Anziehungskraft durch Rotation und daraus folgender
Zentralbeschleunigung kompensiert wird. Das gleiche gilt für das System Sonne(samt der Planeten Merkur und Venus)÷Erde(samt Mond) u.s.f. Es ist
schlicht undenkbar, daß dieses Prinzip irgendwo (ab einer noch nicht bekannten
Entfernung)
im All nicht mehr gelten sollte.
20) „Der[xxxvii]
auf der Scheibe sitzende Beobachter möge jedoch seine Scheibe als ruhenden Bezugskörper
auffassen; dazu ist er auf Grund des allgemeinen Relativitätsprinzips berechtigt.
Die auf ihn und überhaupt auf
relativ zur Scheibe ruhende Körper wirkende Kraft fasst er als Wirkung
eines Gravitationsfeldes auf.
Allerdings ist die räumliche Verteilung dieses Schwerefeldes eine solche, wie
sie nach Newtons Theorie der
Gravitation nicht möglich wäre (Das
Feld verschwindet im Mittelpunkt der Scheibe und nimmt proportional dem Abstand
von diesem nach außen hin zu)“.
Einen derart konstruierten Fall als
Voraussetzung zur Entwicklung einer Theorie zu nehmen, ist einigermaßen kurios.
Ein Gravitationsfeld ist nur bei Vorhandensein von Massen möglich. Im Zentrum
einer Masse verchwindet das Feld um linear bis zur Oberfläche der Masse
anzusteigen. Erst mit zunehmender Entfernung [r] von dieser Oberfläche nimmt
die Kraft des Feldes (quadratisch
als f[r2])
ab.
21) „Von diesem aus beurteilt,
hat die Uhr im Mittelpunkt keine Geschwindigkeit, während die Uhr an der
Peripherie infolge der Rotation relativ zu K in Bewegug ist. Nach
einem Ergebnis des § 12 (s.
a. Punkt 8)
geht deshalb die letztere Uhr von K’ aus beurteilt dauernd langsamer als die Uhr in
der Mitte der Kreisscheibe.“
Hier ist wieder Einsteins Vermischung von Realität und Beurteilung durch
einen Beobachter, der die relevanten Signale nur mittels Licht erhält, das
wiederum eine gewisse Zeit benötigt, um vom Ort der Emission zum Beobachter zu
gelangen. Übrigens: Die Uhr an der Peripherie hat zwar eine Tangentialbewegung,
jedoch keine Näherungs- oder Fluchtgeschwindigkeit relativ zum Beobachter, was
Voraussetzung zur speziellen und auch zur allgemeinen Relativitätstheorie wäre.
22) „Legt nämlich[xxxviii]
der mit der Scheibe bewegte Beobachter seinen Einheitsmaßstab (ein relativ zum
Scheibenradius kleines Stäbchen) an der Scheibenperipherie tangential zu dieser
an, so ist derselbe, vom Galileischen
System aus beurteilt, kürzer als 1, weil bewegte Körper nach § 12 in Richtung
der Bewegung eine Verkürzung erfahren.“
Dieser Interpretation wurde schon unter Punkt
7) widersprochen. Ganz abgesehen davon ist zu fragen, wie der Beobachter den an
der Peripherie der Scheibe befestigten Einheitsmaßstab registriert: Nach Einstein wohl auch verkürzt! Also wäre
überhaupt kein Unterschied zu messen!
23) „Für den Übergang[xxxix]
von einem Galileïschen System zu
einem anderen, relativ zum ersten gleichförmig bewegten gelten die Gleichungen
der Lorentz-Transformation, welche
die Basis für die Ableitung der Konsequenzen der speziellen Relativitätstheorie
bilden und ihrerseits weiter nichts als der Ausdruck der universellen
Gültigkeit des Lichtausbreitungsgesetzes für alle Galileïschen Bezugssysteme.“
Das Verwirrende ist allerdings, daß dabei
kein Unterschied zwischen Lichtsignalen und Objekten gemacht wird. Objekte
können sich beliebig im Raum bewegen, Lichtsignale sind nur (von einem Beobachter) bemerkbar, wenn sie
vom emittierenden Objekt auf dem direkten Wege zum Beobachter (s. w. vorn!) gelangen.
24) „Dann gilt zwischen ihnen
stets die Bedingung[xl]
dx2 + dy2 + dz2 – c2*dt2 = dx’2 + dy’2 + dz’2 – c2*dt’2.“
Da aber dx2 + dy2 + dz2 – c2*dt2 = 0 und
auch dx’2
+ dy’2 + dz’2 – c2*dt’2 = 0, ist die Bedingung ziemlicher Unfug. Die
Gleichung sagt nur aus, daß vom Standort des Beobachters die momentane Position
des Objektes im Raum (dx, dy und dz)bestimmt
wird. Von dort wird unter anderen ein
Lichtsignal in Lichtgeschwindigkeit (c*t)
zum Beobachter zurück emittiert. Ähnlich verhält es sich, wenn die Situation
von einem zweiten Beobachter (gestrichene Werte),
vom ersten um einen bestimmten Betrag entfernter Beobachter registriert werden
soll. Die Wahl eines Bezugskörpers darf nicht willkürlich sein, schließlich
geht es um das Begreifen der zu beobachtenden Welt.
25) „Dies[xli]
war möglich auf Grund des Gesetzes von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit,
an welchem aber nach § 21 die allgemeine Relativitätstheorie nicht festhalten
kann; wir kamen vielmehr zu dem Ergebnis, daß gemäß letztere Theorie die
Lichtgeschwindigkeit stets von den Koordinaten abhängen muß, falls ein
Gravitationsfeld vorhanden ist.“
Im Universum sind stets und überall
Gravitationsfelder vorhanden! Diese Felder sind jedoch für Lichtsignale
nur relevant, wenn die Signale sehr dicht an großen Massen vorbei fliegen. An
anderer Stelle zeige ich, daß der gesamte Raum erfüllt ist mit Signalen oder
Staub. Man kann also davon ausgehen, daß auf sehr lange Strecken die Energie der
Signale verringert wird und schlußendlich (z. B. in der Entfernung von 13,5*109
Lichtjahren)
deren Wellenlänge unter die Sichtbarkeitsgrenze[xlii]
abnimmt.
26) „Vom Planeten Merkur[xliii]
aber wissen wir seit Leverrier,
daß die Ellipse seiner im obigen Sinne korrigierten Bahn gegenüber den
Fixsternen nicht feststeht, sondern, wenn auch ungeheuer langsam, in der Ebene
der Bahn im Sinne der Umlaufbewegung rotiert.“
Hier wird konsequent ignoriert, daß spätere
Forschungen gezeigt haben, rotierende Systeme unterliegen den
Kreiselgesetzen und vollführen dementsprechend Nutations- und Präzessionsbewegungen. Wir haben hier also
keineswegs einen Beweis für die Relativitätstheorie.
27) „Anders[xliv]
ausgedrückt: Wie weit man auch durch den Weltraum reisen mag, überall findet
sich ein loses Gewimmel von Fixsternen von etwa der gleichen Art und gleichen
Dichte. Diese Auffassung ist mit der Newtonschen
Theorie unvereinbar. Letztere verlangt vielmehr, daß die Welt eine Art Mitte
habe, in welcher die Dichte der Sterne eine maximale ist, und daß die
Sterndichte von dieser Mitte nach außen abnehme, um weit außen einer
unendlichen Leere Platz zu machen.“
Die Newtonsche
Theorie verlangt keineswegs eine Art Mitte und schon gar nicht enden[xlv]
in einer Masse m eine Anzahl „Kraftlinien“, welche aus dem Unendlichen (s. a. Punkt 19) kommen, … Es ist
vielmehr gerade umgekehrt: die Kraftlinien gehen von Massen aus und werden, je
weiter von der entsprechenden Masse entfernt, weniger dicht. Ein Enden im
Unendlichen ist kaum vorstellbar, jedoch eine Überlagerung durch andere
Kraftlinien, so daß die Wirkung der ursprünglichen Kraftlinien immer geringer,
ja sogar vernachlässigbar wird.
Und Newtons
Theorie verlangt nur, daß „benachbarte“ Massen um einen gemeinsamen Schwerpunkt
rotieren, der dann mit einer anderen Masse oder einem anderen Schwerpunkt um
einen neuen gemeinsamen Schwerpunkt rotiert. Diese Systematik setzt sich ad
infinitum (Galaxien
um benachbarte Galaxien, Galaxiesysteme um Galaxiesysteme) fort. Somit ist es
unwahrscheinlich, daß die Welt am sichtbaren Rand endet. Vielmehr sollte man
sich damit vertraut machen, daß das Universum unendlich ist und sich keineswegs
(entsprechend einem
Urknall)
ausdehnt, auch wenn das kaum begreifbar zu machen ist.
28) „Wir[xlvi]
denken uns zunächst ein zweidimensionales Geschehen. Flache Geschöpfe mit
flachen Werkzeugen, insbesondere flachen starren Maßstäben seien in einer Ebene frei beweglich.
Außerhalb dieser Ebene existiere für sie nichts…
…Wir denken
uns nun abermals ein zweidimensionales Geschehen, aber nicht auf einer Ebene,
sondern auf einer Kugelfläche…
Können
diese Geschöpfe die Geometrie ihrer Welt als zweidimensional euklidische Geometrie
und dabei ihre Stäbchen als Realisierung der „Strecke“ betrachten? Das können
sie nicht. Denn bei dem Versuch, eine Gerade zu realisieren, werden sie eine
Kurve erhalten, welche wir „Dreidimensionale“ als größten Kreis bezeichnen,
also eine geschlossene Linie von bestimmter endlicher Länge, die sich mit den
Stächen ausmessen lässt.“
Mein
Einwand: Wir „Dreidimensionale“ können das alles zwar verstehen; aber wie will
der „Zweidimensionale“ auf einer für ihn unübersehbaren Kugelfläche eine
geschlossene Linie, und dazu noch als Kreis verifizieren? Vielleicht legt er
mit seinen Stäbchen doch eine Gerade, die eben keinen Radius hat. Und wie sollen
diese Geschöpfe gar den Radius R ihrer Kugelwelt feststellen, wenn sie doch in
ihrer Ebene vegetieren, wo die dritte Dimension, nämlich nach unten R, nicht existiert?
Ähnlich
ist es mit dem „dreidimensionalen sphärischen Raum, welcher von Riemann entdeckt worden ist. (S.
73)"
Hier
wird etwas konstruiert, weil es mathematisch möglich ist. Ebenso gut könnten
theoretisch weitere Dimensionen ohne Ende hinzugefügt werden (wie z. B. St. Hawking es macht), ohne dass
Erfahrung und Beobachtung dazu Anlass geben würden.
29) „Wir[xlvii]
wissen bereits aus früheren Überlegungen, daß das Verhalten der Maßstäbe und
Uhren durch die Gravitationsfelder, d. h. durch die Verteilung der Materie
beeinflußt wird.“
Wegen der falschen Annahmen in der ganzen Einsteinschen Schrift, ist das kaum
realistisch.
30) „Ein Lichtsignal[xlviii], welches längs der positiven X-Achse vorschreitet, pflanzt sich nach der Gleichung
x = c*t oder x - c*t = 0 fort.“
Hier zeigt Einstein noch einmal sein Verständnis
vom Charakter der Lichtsignale, die er bedenkenlos zur Geschwindigkeit von
Objekten addiert. Will man jedoch das sich bewegende Objekt beobachten, dann
müsste sich in diesem Fall der Beobachter in Richtung der Objektbewegung (X-Achse) befinden.
[i] A.
Einstein; Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, 23.Auflage
1988,
Fr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft Braunschweig/Wiesbaden
[xii] Beispiel: Licht, das von der Sonne zum Mond fliegt, ist für irdische Beobachter nicht zu beobachten. Erst das vom Mond reflektierte Licht, das den irdischen Beobachter direkt trifft, ist von ihm zu registrieren
